Backlinks mit dem myLCO Plugin für WordPress kontrollieren und verwalten

Um Linktauschpartner jederzeit detailliert im Blick zu haben

Manchmal, zum Glück nicht sehr häufig, mache ich Versprechen die ich nicht direkt einhalten oder zeitnah umsetzen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist Dennis, auch bekannt als realloc, dem ich versprochen hatte sein neues Plugin zu testen und hier darüber zu berichten. Ihr ahnt es schon, ich bin nicht dazu gekommen. Auf meiner ToDo Liste war immer irgendetwas wichtiger. Also hat Dennis mir spontan angeboten sein Plugin selbst in Form eines Gastartikels vorzustellen. Und da habe ich einfach mal zugestimmt. Denn zum einen finde ich das Plugin wirklich interessant und zum anderen kann vermutlich niemand ein Plugin besser beschreiben als der Entwickler.

Es folgt der Gastartikel von Dennis von http://lloc.de

Wie funktioniert myLCO eigentlich?

Ich gebe nicht wirklich ein leuchtendes Beispiel ab, wenn es um das Schreiben von Dokumentation geht. Auch Kommentare sucht man in meinen Codes oft vergeblich. Das entschuldige ich dann häufig damit, dass Code, wenn er denn kompliziert aussieht und schwer zu verstehen ist, nicht gut sein kann. Das ist natürlich nur eine Ausrede, auch wenn sie oft klaglos akzeptiert wird.

Trotzdem mein neuestes Machwerk namens myLCO noch in den Kinderschuhen steckt und einigen Weg vor sich hat, gibt es doch genügend interessierte Anwender, die nach der Installation vor der Frage stehen: *Wie funktioniert myLCO eigentlich?* Aus meiner Perspektive ist die Frage natürlich einfach zu beantworten. Aus Anwendersicht gibt es aber vor allem an dieser Front einiges an Aufklärungsbedarf (in Wort und Bild), was ich hier und heute versuchen werde.

Vermutlich stellen sich aber einige Leser jetzt vor allem die Frage “Was macht das Plugin eigentlich?”, sodass ich darauf auch noch einmal kurz eingehen möchte. Wahrscheinlich gibt es eine ganze Reihe von Bloggern, die den einen oder anderen Link tauschen. Um am Ende nicht der Dumme zu sein, ist die regelmäßige Kontrolle der Backlinks eine lästige, aber nicht ganz unwichtige Angelegenheit. myLCO soll genau diese Arbeit etwas erleichtern.

Installation & Einstellungen

myLCO MenüNach der Installation und der Aktivierung des Plugins steht im Administrationsbereich der WordPress-Installation ein neuer Menüpunkt (mit dem sinnreichen Namen myLCO) zur Verfügung. Sollte das Plugin erstmalig installiert worden sein, wird es in der Regel erst einmal auf die fehlende Konfiguration hinweisen. Im Augenblick gibt es noch recht wenig einzustellen: Lediglich die verwendete Link-Kategorie und die Möglichkeit, privat gesetzte Links auszuschließen, werden momentan als Optionen angeboten.

Hier gibt es eventuell schon die ersten verwirrten Gesichter. Für die Verwaltung der Backlinks meiner Projekte wollte ich das Rad nicht unbedingt neu erfinden, wenn es denn zu vermeiden war. Also habe ich beispielsweise den hauseigenen Linkmanager von WordPress benutzt, der normalerweise für die Blogroll verwendet wird. Allerdings kann man die Links mehr als einer Kategorie zuordnen, was auch mein Ansatz ist, wenn ich wie im Bild die Gruppe “linkcheck” vergebe.

Dashboard

Im Dashboard sieht man dann (hoffentlich) übersichtlich in einer Tabelle die Links, die für die Backlink-Verwaltung freigegeben sind. Neben dem URL wird der Pagerank, der verwendete Linktext und die Anzahl der eingetragenen Links angezeigt. Den Pagerank hole ich im Augenblick von webinfodb.net und belasse den Wert für mindestens einen Tag im Cache. Falls jemand einen besseren Service kennt, der eine begrenzte Anzahl von Abfragen ohne API-Schlüssel zulässt, bin ich sehr daran interessiert daran, davon zu hören. Ein Klick auf den URL der Projekte bringt euch zum Bearbeiten-Modus, dem eigentlichen Herzstück der Anwendung.

myLCO Dashboard

Bearbeiten

Um im Bearbeiten-Modus auf die verschiedenen Projekte zugreifen zu können, muss man nicht unbedingt ins Dashboard zurückkehren. Das Klappmenü enthält alle eure Einträge, sodass man bei Bedarf zum nächsten Projekt springen kann. Gleich rechts daneben gibt es ein Eingabefeld, wo ihr neue Backlinks des ausgewählten Projektes hinzufügen könnt. Ob der Backlink mit oder ohne http:// eingegeben wird, ist auch egal. Das korrigiert in jedem Fall das Plugin. Wer seine Projekt-Links (so wie ich) mit einem abschließenden Slash speichert wird sehen, dass das Plugin hier auch nicht so zimperlich ist und bei der Prüfung den Fall berücksichtigt, dass der Linkpartner eventuell keinen Slash verwendet.

myLCO Bearbeiten

In der Tabelle darunter sieht man dann die bereits angelegten Backlinks mit dem URL, dem Pagerank, dem Linktext (oder bei einem Bild den alt-Text), der IP-Adresse, dem Status und dem Datum des letzten Checks. Fährt man mit der Maus über die Einträge, werden die Möglichkeiten zum Einzelcheck, zum Löschen oder zum Hinzufügen von Details sichtbar. In die Details trage ich normalerweise die Kontaktdaten meines Linkpartners und ein paar Anmerkungen ein, um mich auch nach Monaten noch an die Vereinbarung erinnern zu können. Sind Details angelegt worden, wird die Tabellenzeile des entsprechenden Links eingefärbt. Der Status der Links wird mittels Icons angezeigt, die einen entsprechende Erklärung im alt-Text aufweisen.

Es kann durchaus vorkommen, dass myLCO die Links fälschlicherweise als Weiterleitungen ansieht. Das hat damit zu tun, dass ich die WP-eigenen Funktionen benutze, die ich eventuell ein zweites Mal anstoßen muss, weil sie beim ersten Mal einen Fehler geliefert haben. Hier hilft in den meisten Fällen ein erneuter Einzelcheck weiter. Außerdem ist es möglich, dass ein Pagerank 0 für eine Seite geliefert wird, die erwiesenermaßen über einen Pagerank > 0 verfügt. Darauf habe ich im Augenblick wenig Einfluss (glaube ich). Ich vermute das webinfodb.net als Fallback einfach eine 0 liefert. Ansonsten sind mir keine weiteren Auffälligkeiten bekannt, was sich nach dem Artikel – durch zahlreiches Testen anderer – vielleicht ändert.

Ich hoffe, dass ihr die Ausführungen zu myLCO nützlich gefunden habt und freue mich auf euer Feedback.

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Kommentare (8)

  1. Andreas sagt:

    Cooler Zufall. Ich hatte erst kürzlich dein Plug-in ausprobiert es aber nach kurzer Zeit wieder deaktiviert. Zum einen wollte es bei mir nicht so recht funktionieren, zum anderen fehlte mir auch eine kleine “Einweisung”. Wenn ich das richtig im Kopf habe, gab es kürzlich auch ein Update weswegen ich das Plug-in nochmals in Ruhe Lokal testen wollte.
    Gruß,
    Andreas

  2. realloc sagt:

    Hallo Piet, erst einmal vielen Dank dafür, dass Du mir die Möglichkeit gegeben hast, das Plugin vorzustellen. Meine Hoffnung besteht ja darin, möglichst viel Feedback zu bekommen, damit die Anwendung ihren Weg gehen kann.

    @Andreas Falls sich Probleme ergeben, stehe ich natürlich gern Rede und Antwort. Sei es hier, bei Twitter oder auch auf dem Blog.

    Auch wenn jemand Ideen hat, würde ich das gern hören. Ich arbeite zwar selbst auch mit dem Plugin, aber gerade weil die Thematik so komplex ist, sind weitere Tests, Kritiken/Meinungen absolut essentiell.

  3. Piet sagt:

    @realloc Na gerne doch, da ich selbst nicht dazu gekommen bin ist das nur gerecht. Ich hoffe meine Leser werden fleißig testen und dir passendes Feedback für die Weiterentwicklung und Verbesserung von myLCO liefern :)

  4. Sven sagt:

    Wäre gut, wenn die Bilder auch in voller Auflösung hinterlegt wären… (click4big)

  5. Mark sagt:

    Das ist ne feine Sache, die ich bisher zugegebenermaßen mehr oder weniger außer Acht gelassen habe.

    Ich werde das auf jeden Fall testen, danke!

  6. realloc sagt:

    @Sven Ich bin da eher ein Honk, was Grafik betrifft und ich war auch derjenige, der die Bilder “verbrochen” hat. Ich schaue mal, was sich da machen lässt. ;)

    @Mark Gut! Es würde mich freuen, wenn Du nach Deinem Test vielleicht auch etwas Zeit für ein Feedback findest.

  7. Artur Nietsch sagt:

    Hallo zusammen, hallo Entwickler,

    gibt es derzeit eine aktuelle Version für dieses Plugin?

    Es schaut wirklich nicht schlecht aus. Vielen Dank.

    Gruss Artur Nietsch

  8. Piet sagt:

    Hallo Artur. Unter http://wordpress.org/extend/plugins/mylco/ findest du die aktuellste Version des Plugins. Zumindest nach meinen eigenen Erfahrungen kann ich sagen dass es auch mit der aktuellen WordPress Version 3.3.1 wunderbar funktioniert.

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