Die Sache mit den Pressemitteilungen an Blogger
Über scheinbar kostenlosen Content und geschockte Agenturen
Ich muss heute, obwohl schon spät, einfach mal ein Thema anschneiden das mir ein wenig auf dem Herzen liegt. Es geht um Pressemitteilungen und ähnliche Hinweise die mittlerweile fast täglich in meinem Postfach eintrudeln und die mich immer wieder zum nachdenken bringen. Ich erhalte nun wie gesagt fast täglich Hinweise von Marketingagenturen und Gründern die mir schnell ein Projekt vorstellen wollen und manchmal offen, manchmal unterschwellig, darum bitten dass ich über darüber blogge.
Generell finde ich das super, vor allem weil mich solche E-Mails immer häufiger erreichen. Ist Netzpanorama in Insider-Kreisen empfohlen worden? Haben meine vergangenen Berichte über Startups und Co. gefallen? Ich weiß es nicht. Zwar ist bei weitem nicht alles interessant was mich so erreicht, aber eine Vielzahl von Mails beinhaltet Infos inkl. Pressetexten die durchaus einen ansprechenden Blogartikel ergeben würden.
Ist doch super, könnte man jetzt sagen. Täglich Inspiration für interessanten Content frei Haus. Einerseits richtig, denn ich schreibe furchtbar gerne über Startups und neue Internetprojekte. Aber es stört mich dass ich quasi als automatisierte Publikationsmaschine angesehen werde. In den meisten Fällen erhalte ich Infos von Agenturen, die richtig viel Geld für die Verbreitung von Pressemitteilungen und Co. kassieren.
Ein Blogartikel ist etwas individuelles
Wenn ich ein Startup vorstelle geht dafür immer viel Zeit drauf. Ich lese zuerst die Pressemitteilung, erkunde die Seite dann aber immer auf eigene Faust um wirklich zu verinnerlichen worum es bei dem Projekt geht. Denn wenn ich ein Projekt vorstelle soll es für meine Abonnenten und Besucher auch ansprechend präsentiert werden, so dass diese alle wichtigen Informationen gut aufnehmen und schnell einen eventuellen Mehrwert für sich entdecken können. Hinzu kommt, dass ich fast immer versuche meine eigene Meinung in solche Vorstellungen hinein zu bringen und eine Diskussion mit den Lesern anzuregen.
Dazu kommt der Mehrwert den solch ein Blogartikel sowieso bietet. Er stärkt das Google Ranking des vorgestellten Projektes und führt durch die individuelle Präsentation dauerhaft neue Besucher, Nutzer oder Kunden zu dem Projekt. In meinem Falle verbreite ich solche Artikel auch noch über verschiedene Social Media Kanäle an mein Publikum.
Damit unterscheidet sich ein Blogartikel ganz klar von einer Pressemitteilung die hundertfach im selben Wortlaut verbreitet wird und langweilig zu lesen ist. Individualität ist das Stichwort. Mir ist bewusst dass die Agenturen die mich mit Pressetexten und Infos versorgen diesen Mehrwert ebenfalls kennen. Denn um eine Pressemeldung 1:1 zu republizieren bräuchten sie mich nicht. Es gibt mehr als genug Presseportale.
Mehrwert für Blogger?
So schön es auch ist interessanten Content frei Haus zu bekommen, so sehr stört es mich auch dass das Handwerk, welches ich als Blogger in diesem Moment ausübe nicht gewertet wird. In diesem Falle richtet sich die Frage an die Agenturen. Warum bietet man einem Blogger nicht auch eine kleine Aufwandsentschädigung für seine Arbeit an die, grob betrachtet, die Individualisierung und Aufbereitung von Informationen für ein Zielpublikum ist. Natürlich ist es ein Argument dass man als Blogger doch interessanten Content bekommt. Aber dieser Mehrwert ist im Gegensatz zum den langfristigen Vorteilen die für die Agenturen und ihre Kunden herausrauspringen doch eher gering.
Geschockte Agenturen?
Ich habe in den letzten Tagen sämtliche Agenturen und Gründer angeschrieben die mir Pressetexte und Infos zukommen ließen. Ich wollte mal auf Stimmenfang gehen und darauf hinzuweisen dass sich hinter Netzpanorama ein Mensch verbirgt der die Informationen bearbeitet und individualisiert bevor er sie seinem Publikum zuführt. Die Reaktionen auf die Frage nach einem kleinen Obulus waren sehr interessant, aber allesamt ablehnend. Ich gebe mal frei wieder was mir so berichtet wurde.
- Für sowas haben wir kein Geld…
- Wir wollten Sie doch nur informieren…
- Das ist ja interessant was Sie da vorschlagen, vielleicht ein ander mal…
- Wir werden Sie nicht wieder belästigen…
Soviel zu denen die geantwortet haben. Bei den meisten ist bis heute keine Reaktion gekommen. Ich möchte nun wirklich nicht gierig erscheinen, aber ich finde mit Hinblick auf den langfristigen Mehrwert den solch ein Blogartikel bietet kann man einem Blogger durchaus ein paar Euro für seine Leistung bezahlen. Und wenn es nur 20 Euro sind, allein der Gedanke zählt. Es würde mir auf jeden Fall zeigen dass die Arbeit eines Bloggers gewürdigt wird und man nicht nur als eine nette kostenlose Publikationsplattform mit Mehrwert angesehen wird. Alle Beteiligten kennen doch scheinbar den Wert eines individuellen Blogartikels.
Ich stelle auch in Zukunft gerne Startups und Internetprojekte vor, allerdings würde ich es begrüßen wenn die Interessenten mit offenen Karten spielen würden. Sie wollen einen Blogartikel haben, den können sie jederzeit bekommen, denn auf Netzpanorama kann man werben und mich als Schreiberling für eine individuelle Projektvorstellung gewinnen, ganz verbindlich. Wer sich jedoch hinter dem “Wir wollen sie ja nur informieren” Mäntelchen verbirgt muss damit rechnen dass ich seine E-Mail einfach nicht mehr beachte.
Was haltet ihr von meinen Gedankengängen? Erhaltet ihr auch regelmäßig Pressemitteilungen und Infos von Agenturen? Wenn ja, wie geht ihr damit um?
Wikio



Hmmm, ich habe noch nie solche Pressemitteilungen und Infos von Agenturen bekommen. Woher nehmen die denn die Adressen? Aber ich will sowas auch gar nicht, also kann es so bleiben, wie es ist.
Ich glaube, ich bin für PM nicht wichtig genug.
Ganz ehrlich, ich beachte keine Pressemitteilungen mehr, wenn mir keine Gegenleistung geboten wird. Einige haben das auch verstanden und bieten mir in der Tat entweder einen Geldbetrag oder ein Produkt etc. Wobei das mir aber auch nichts bringt, da die Themen i.d.R. keine Relevanz haben und deshalb auch nicht auf eisy.eu erscheinen.
Ich stimme deinem Beitrag daher voll und ganz zu!
@Schnurpsel In meinem Fall wohl aus dem Impressum. Sonst nutze ich diese Mailadresse nirgendwo. Aber wer weiß wo solche Kontaktadressen überall verbreitet werden. @Ulf Naja, was heißt wichtig. Ich denke du bist evtl. einfach nicht die richtige Zielgruppe.
@eisy Für mich ist es halt immer ein Spaghat. Einerseits begegnen mir tolle Informationen die ich wirklich gerne verbloggen würde. Aber andererseits kommt man sich schon ein bisschen doof vor wenn man das für lau erledigt wofür Agenturen viel Geld bekommen.
Ich habe bisher keine Pressemitteilungen erhalten, was nur schon mal vorgekommen ist, ist, dass eine Agentur angefragt hat, ob ich ein bestimmtes Produkt gegen entgeltfreie Überlassung desselbigen testen würde. Dieses habe ich gemacht, nachdem ich rausgefunden hatte, wie teuer dieses Produkt ist. Einerseits hätte ich gerne mal solche Pressemitteilungen, andererseits scheint das bei Dir ja überhand zu nehmen und zu viel zu werden. Vor allem finde ich es interessant, dass wenn Du nachfragst, niemand für sowas zahlen möchte, demnach hoffen die, dass die kostenfreie Promotion bekommen.
ich glaub ich werd auch mal was dazu schreiben
In letzter Zeit habe ich auch einige Pressemitteilungen bekommen. Doch ich wurde nie persönlich angeschrieben, noch kannte man meinen Namen und das Produkt, um das in der Pressemitteilung ging, hatte absolut nichts mit dem Thema meines Blogs zu tun. Ich betrachte diese Art der Pressemitteilung als Spam und lösche sie sofort. Wie du schon schreibst, wer von mir was möchte, kann einen geschäftlichen Vorschlag machen. Neben den Pressemitteilungen habe ich das Problem mit Linkanfragen. Natürlich auch alles kostenlos. Ich finde das mittlerweile sehr unverschämt, wie mit Bloggern umgegangen wird. Dazu habe ich letztens auch einen Artikel mit der Überschrift “social media experten” geschrieben.
Ich kann mich hier im Grunde nur anschließen. Die meisten Anfragen, auch wenn es wahrscheinlich nicht allzu viele sind, beantworte ich inzwischen nicht einmal mehr, da ein recht großer Teil mit der fast schon dreisten Tour kommt: “Schau dir unsere kostenpflichtigen Dienste an und schreib mal ein paar Sätze dazu.” Klar, manches ist durchaus interessant und wäre, selbst als rein kommerzielles Projekt, durchaus erwähnenswert. Trotzdem komme ich mir bei genau solchen Anfragen dann einfach ausgenutzt vor und mache die Schotten dicht. Denn ich als Blogger habe, wenn überhaupt, nur auf kurze Sicht etwas von einer solchen Produktvorstellung. Und von Anfragen, bei denen die Produkte nicht einmal ansatzweise in mein Themengebiet passen, fange ich jetzt erst gar nicht an. Wie du bereits erwähnt hast, ich stecke ja auch Arbeit in meine Artikel. Dann möchte ich mich nicht noch als fast schon selbstverständlicher und kostenloser Werbeträger missbrauchen lassen müssen.
@Michael Naja, was heißt Überhand nehmen. Ich kanns schon noch problemlos überblicken. Allerdings nimmt die Häufigkeit ganz klar zu. Letztendlich ist das der Punkt der mich stört. Man bittet mich um kostenfreie Werbung für etwas mit dem man selbst genug Geld verdient, dem neuen Projekt oder dem Projekt des Kunden. @Enrico Nur zu, ich bin gespannt
@Jana Bei mir passen die meisten Pressemitteilungen thematisch sehr gut, da es um Internetprojekte aller Art geht. Das ist die Zwickmühle. Alles andere kann ich auch sehr leicht beiseite schieben. Linktauschanfragen sind eine andere Geschichte. Das war hier auch mal ein Weile ganz heftig. Wird von mir aber auch als Spam abgehakt. Wenn ichs nicht vergesse werd ich deinen Artikel nachher mal anschauen. @Marcel Das ist der Punkt. Man kommt sich ausgenutzt vor. Ich habe die letzten Anfragen jetzt alle als eventuelles ToDo verbucht, aber bin nicht sicher was ich machen werde. Es würden nette Artikel werden…
Hallo Piet, ich erhalte auch oft Pressemitteilungen und ich ignoriere sie, wenn sie mich nicht interessieren.. Was mich interessiert, aber auch nur, wenn es mich wirklich interessiert, greife ich auf.. Bekomme ich direkte Anfragen, ob ich das und das eventuell veröffentlichen wolle, frage ich – wenn es mich nicht brennend interessiert – was ihnen ein entsprechender Blogartikel wert wäre.. Das klappt natürlich meist nicht, aber wenn alle Blogger so reagieren würden, würden wir vielleicht bald das Image der Gratis-Weiterverarbeiter los.. LG Jörn
Hallo Piet, das du die überhaupt noch ließt, größtenteils gehen die direkt in die Ablage P!
Aber ja, wenn du dann nachfrägst, wie du es getan hast, bekommst du keine oder eine ablehnenden Antwort! Und ja die bekommen dafür Geld aber richtig!
Grundsätzlich Geld verlangen. Aber warum die Dinge nicht ganz entspannt individuell betrachtet? Pro bono ist manchmal im Endeffekt ertragreicher, als man zunächst denkt. Ist immer schön, wenn man es sich aussuchen kann.
Hehe, klar die hoffen natürlich das man die Mitteilung im eigenen Blog publiziert und verbreitet. Kostenlos versteht sich. Allerdings denke ich, dass Du vielleicht falsch reagiert hast. Statt Geld hätte ich denen vorgeschlagen, das die im Gegenzug auch mal einen Artikel von dir in den Presseverteiler aufnehmen. Das kostet die nichts, dich genauso wenig und dennoch profitieren beide Seiten
Danke für diesen Beitrag. Ich habe im klassischen Verlagshaus vor längerer Zeit lernen dürfen. Und danach lange Zeit als Verleger eines kleinen Verlages sowohl für die Inhalte (vgl. Content = Blog
als auch für die Finanzierung/Lebensunterhalt von rund sieben Personen gesorgt (bis heute), in dem ich Anzeigen und sog. Druckkostenzuschüsse “verkauft” habe – verkaufen musste … (Verlegen kommt in seiner ursprünglichen Bedeutung von “Geld vorlegen …”). Verlage bekommen diese Pressemitteilungen seit jeher von (hochbezahlten) Agenturen … Und Du wirst es nicht glauben, auch wenn ich schon vor zehn Jahren bei einer PR-Agentur um einen Beitrag zu den Druckkosten (der Kunde/Agentur verdient ja schlussendlich daran was), gebeten habe … dann: Die Antworten waren stets die Gleichen … und sind es bis heute. Es überrascht mich als in keiner Weise. Ich mache heute auch “Internet” … und kann diese unerfreulichen Telefonate etc. auch hier bestätigen … Contentproduktion ist kein Kinderspiel, dauert Zeit und GELD … Also teilen wir es den sog. PR-Agenturen (ob klein, groß oder noch größer mit) … eine PR-Agentur verlangt für eine Presseaussendung an den Verteiler schon mal einen mittelhohen vierstelligen Betrag
LG von einem der glaubt, alle Seiten zu kennen
Lasst mich mal ein paar Gedanken aus der Perspektive dessen beitragen, der Geld damit verdient, Kontakte zwischen Unternehmen und Medien herzustellen. Blogs haben für Unternehmen inzwischen einen ähnlich hohen Stellenwert wie die klassischen Medien. Ein Erwähnung von Unternehmen oder Produkt in einem relevanten Blog ist daher etwas, das Unternehmen aktiv suchen. Wieso auch nicht? Es trägt zur Imagebildung bei und ist – falls verlinkt wird – auch aus SEO-Sicht positiv. Wenn Du also vermehrt Pressemitteilungen bekommst, ist das zunächst einmal ein Lob an Deine Arbeit als Blogger: Dein Blog wird von Unternehmen als relevant wahrgenommen. Jetzt erhältst Du also Pressemitteilungen. Was erwartet das Unternehmen oder die Agentur, was Du damit machst? Du kannst sie ignorieren. Das ist – auch bei den klassische Medien – der häufigste Fall. Das ist auch vollkommen OK so, da es nüchtern betrachtet wahrscheinlich viele Sachen gibt, die an diesem Tag wichtiger sind, als die Produkt- oder Unternehmensmeldung. Für das Unternehmen ist es schon ein Erfolg, dass Du wahrgenommen hast, dass sich dort etwas tut. Wenn Du 20 Meldungen dieses Unternehmens gelesen hast, fällt Dir vieleicht auf, dass das Unternehmen wirklich interessant und es wert ist, dass Du ein paar Zeilen schreibst. Das ist dann ein großer Erfolg für das Unternehmen. Oder Du stellst fest: Das sind Labertaschen und Idioten und ignorierst sie weiter. Die Bewertung ist Deine Sache als unabhängiger Blogger. Jeder PR-Manager, der seinen Job richtig macht, wird es zu schätzen wissen, wenn Du selbst recherchierst und offen schreibst, was Du denkst. Lieber eine Erwähnung mit Biss als 20 belanglose Zeilen. Wenn Du jetzt anfägst, für die redaktionelle Bearbeitung Geld zu verlangen, passieren zwei Sachen: Deine Leser werden das merken. Wenn Du Dich an entsprechende journalistsiche und PR-Grundsätze halten willst, dann musst Du den Beitrag als gekauft kenntlich machen. Tust Du es nicht, ist das Betrug am Leser, der auf Deine Unabhägigkeit baut. Und selbst wenn Du es tust, verkaufst Du offen und transparent einen Teil Deiner Unabhängigkeit. Willst Du das? Gleichzeitig wird Deine Relevanz für die Unternehmen abnehmen. Du wirst nicht mehr als der Mensch mit dem guten Blog wahrgenommen, bei dem es ein Erfolg wäre, wenn er über das Unternehmen berichtet, sondern als der Mensch, bei dem wir Werbeplatz kaufen können. Willst Du das? Wenn Du einen kleinen Tipp haben willst: Halte Redaktion und Werbung getrennt. Bleib unabhängig für Deine Leser und relevant für Unternehmen. Richte eine eigene E-Mail-Adresse für Pressemitteilungen ein und lösche die, die nicht schon im Betreff interessant klingen und sichte den Rest ein Mal am Tag. Und wenn von den gesichteten nur ein Prozent zu einem Post wird, dann ist das eine gute Quote. Das ist Redaktionsalltag.
Aus meiner Sicht, der auf Seiten einer Agentur sitzt, sind hier zwei Dinge vermischt. Ich wundere mich darüber, dass Blogger Geld von denen möchten über die sie etwas schreiben. Als Leser fände ich das nicht lustig, auch nicht, wenn es offen deklariert wird. Der Wert eines Berichtes über ein Produkt oder Unternehmen liegt ja darin, dass der Blogger das Thema so interessant findet, um seine eigene Meinung darüber kund zu tun. Wenn ich Angst vor einem Verriss habe, dann bleib ich lieber in meinem eigenen Kämmerlein. Doch wenn ich Blogger als neutrale unabhängige und wertvolle Multiplikatoren und Meinungsbildner sehe, wie schaffe ich es dann, dass Sie über mich schreiben? Und hier ist der zweite Punkt. Ich muss sie halt „nur“ informieren. Wie erfolgreich dies über mit der Gießkanne ausgeschütteten Presse-Information ist, zeigt die Diskussion hier. Was also tun als Agentur. Leider heißt es ja heute Kommunikation oder PR und nicht mehr Öffentlichkeitsarbeit. Aber Arbeit muss man sich machen, vor allem anderen die Frage stellen: Wen will ich womit erreichen und wie spreche ich ihn an. Für jeden einzelnen. Immer wieder neu und individuell.
@eliterator Ich glaube die Chance das von dir angesprochene Image als möglicher Gratis-Publikator wieder loszuwerden ist vorbei. Der Zug ist meiner Meinung nach abgefahren. Aber ich ließe mich gerne vom Gegenteil überzeugen. @mac Ja, ich lese und bewerte im Grunde alles was mich über diese spezielle Mailadresse erreicht. Erst nachdem ich geprüft habe worum es geht wird über die entsprechende Ablage entschieden. @Christian Aussuchen kann ich es mir gottseidank jeder Zeit und bin diesbezüglich auch nicht unentspannt. Nur nachdenklich. Es wird wohl darauf hinauslaufen dass ich auch Zukunft je nach Lust und Laune solche Mitteillungen aufgreife. Ganz unverbindlich. @Andreas Sicherlich auch eine Möglichkeit sowas als Gegenleistung zu verlangen. Allerdings wüsste ich jetzt auf Anhieb nicht was ich über solche Presseverteiler publizieren sollte. Die Möglichkeit selbst kostenlos oder für kleines Geld Pressemitteilungen um die Welt zu schicken habe ich auch so, und ich habe sie noch nie genutzt. @Markus Danke für Infos. Ich muss sagen, es wundert mich nicht sonderlich dass sich da bis heute nichts geändert hat. Zumindest nicht. Denn es gibt ja durchaus Ausnahmen. Aber du hast Recht. Contentproduktion ist in der Regel kein Kinderspiel und erfordert Zeit und Recherche. Geld, im Falle von uns Bloggern nicht unbedingt. Aber da gibts auch Unterschiede je nachdem welchen Blog man da als Beispiel nimmt.
@Christian Dingler Bezahlte Reviews werden wir hier kenntlich gemacht, das ist klar. Aber in gewisser Weise hast du schon Recht. Ich persönlich halte es so dass ich bei Angeboten immer abwäge ob es auch für meine Leser halbwegs interessant ist. Wenn nicht, habe ich auch kein Problem damit Angebote abzulehnen. Unabhängigkeit ist wichtig, ganz klar. Allerdings muss ich hier einwerfen dass ich Unabhängigkeit nicht essen kann. Ich biete schon lange die Möglichkeit an mich als Schreiberling und Tester zwecks Review/Bericht zu buchen. Solange solche Artikel nicht täglich hier erscheinen sehe ich da auch keinen Gewissenskonflikt. Aber gehen wir mal weg vom finanziellen Aspekt. Startups, Gründer, Agenture und Unternehmen könnten auch andere Wege finden uns Blogger anzusprechen. Ich denke da beispielsweise an Beta-Tests, Premium-Accounts/Mitgliedschaften und ähnliches. All das wäre besser als plumpe Pressemitteilungen. Ich möchte definitiv unabhängig bleiben und werde wohl auch weiterhin nach Lust und Laune entscheiden was ich hier publiziere. Es sei denn jemand möchte meine Dienstleistung buchen, dann sage ich verbindlich zu oder ab. @Marc von Bandemer Die Diskussion über böse Blogger die Geld mit Artikeln verdienen habe ich bereits hinter mir. Ich halte es so, wer sich durch gelegentliche bezahlte Reviews (die sich in keinster Weise von normalen Artikeln unterscheiden was meine ehrliche Meinung angeht) gestört fühlt, der muss hier nicht mitlesen. Einen gelegentlichen Artikel kann man gottseidank bequem überspringen in seinem Feedleser. So halte ich es auch bei meinen Touren durch die Blogosphäre. Wenn mir ein Portal begegnet dass ich interessant finde, dann schreibe ich auch vielleicht ganz kostenlos darüber. Hier gibt es aber einen Unterschied zu den Pressemitteilungen. Zufällige Netz-Entdeckungen und Informationen die ich fadenscheinig auf die Nase gebunden bekomme sind für mich 2 Paar Schuhe. Ich wünsche mir einfach dass ich Blogger wahrgenommen werde der eine Leistung mit enormem Mehrwert erbringt, nicht als Gießkannen Glückstreffer für kostenlose Publikationen. Warum geht eine Agentur nicht her und fragt ehrlich an ob ich interesse hätte das Portal ihres Kunden auf Herz und Nieren zu testen und dann einen Bericht darüber zu schreiben. Bei Interesse belohnt durch eine kleine Summe X, kostenlose Premium Mitgliedschaft etc.? Das wäre dann wohl wieder Öffentlichkeitsarbeit statt Knopfdruck-PR.
Also ich schreibe über Pressemeldungen auch nur wenn es wirklich der Renner ist, und das ist leider wirklich selten der Fall.. Was ich aber immer, oder fast immer, mache ist die Leute anschreiben, ob die ihr Produkt nicht im Blog verschenken wollen. Ich nehme dann kein Geld für die Werbung, aber ich kann den Lesern was Gutes zukommen lassen.. Die Unternehmen bekommen Werbung, mir macht das Spass und die Leser freuen sich, bzw können das Produkt selber testen – eine WinWin Situation für alle Beteiligten.. Und genau deswegen gibt es im Moment auch so viele Geschenke im Blog, zur Weihnachtszeit wollen die alle ihre Neuigkeiten präsentieren.. Versuchs doch mal damit?!
Piet, ich stimme Dir absolut zu, auch wenn ich bisher nur wenig Anfragen bekommen habe. Doch wenn eine Anfrage kam und es interessiert mich wirklich, habe ich auch zugegriffen. Doch nur wenn es auch gepasst hat. Mein Blog ist zum Glück noch so klein, dass ich hier experimentieren konnte und kann. Ich finde aber auch, dass Blogger für Ihre Arbeit entschädigt werden sollten. Du und wir alle reden ja nicht von 100erten von Euros, sondern eben um eine kleine Summe oder ein Produkt zum Testen etc. Es ist ja auch so, dass ich und wahrscheinlich die Meisten ja ihre Meinung offen zeigen. Egal ob positiv oder negativ. Der Blog lebt ja schließlich von der Meinung des Bloggers der es macht. Und wie willst Du z.B. ein Produkt testen, wenn Du es nie von der Nähe gesehen hast…… Mella
@Matthias Im Falle von Produkten eine richtig gute Idee. Bei dir gibts ja quasi immer was gewinnen *g* Ich erhalte jedoch in den meisten Fällen Hinweise auf Startups und neue Internetseiten. Auf Produkte werde ich nur sehr selten hingewiesen, und dann ist das meist nichts was man an die Leser weitergeben könnte. Werde mir das aber mal hinter die Ohren schreiben, vielleicht geht da ja 2011 mal was
@Mella So schauts aus. Im spreche nicht von 3stelligen Summen. Die Kommentare hier zeigen mir übrigens dass davon ausgegangen wird dass ein gekauftes Review keine echte und ehrliche Meinung enthalten kann, eigentlich schade. Im Bereich der Produkte ist der Gedanke mittlerweile auch halbwegs angekommen. Man denke an Buzzer und sein Word of Mouth Marketing dass ich Anfang November vorgestellt habe. Auch bei Trigami und Co. gibts für den Blogger zumindest ein Produkt dass er behalten darf, auch wenn man da schon ein paar Regeln befolgen muss was die Inhalte angeht. Wie bei Produkten geht es auch bei Internetseiten und Startups um die eigene Erfahrung die man damit macht, man muss testen um gescheit und informativ berichten zu können. Das ist mit Arbeit verbunden.
@Piet Das mit der Ansprache ist ein vollkommen anderes Thema. Da stimme ich Dir zu. Viele Agenturen übertragen einfach nur die analogen Instrumente ins Web. Wer nur einen Hammer hat, sieht halt eben in jedem Problem einen Nagel. Allerdings: Es tut sich etwas.Vieleicht noch nicht in der Masse, aber an der Basis.
@Christian Dingler Na das wäre doch was. Erstes E-Mail Feedback zeigt mir übrigens dass einige Gründer und Agenturen zwar den Mehrwert von Blogartikeln kennen, sich aber gar nicht bewusst darüber sind wie das mit den Blogs so läuft und wie man Blogger ansprechen kann. Daher wird dann wohl die Hammer/Nagel Methode verwendet die man schon kennt und es folgt der Versand einer Pressemeldung mit eingesetzter URL. Mich freut dieses Feedback sehr, denn es zeigt dass zumindest eine handvoll Menschen nun schonmal über ihre Methoden nachgedacht hat
Hallo Ich bin noch nicht solange dabei, wie viele von euch und ich bin wohl auch noch nicht so bedeutend. Ich stimme Deinem Beitrag aber zu 100% zu. Ich habe für die Erfahrenen unter euch eine kleine Frage: Ich habe vor zwei Tagen eine Mail einer Firma erhalten, der mich auf eine Linkpartnerschaft angesprochen hat. Was mich irritiert hat war, dass er in der mail etwa 30 verschiedene seiten genannt hat, für welche er zuständig sei. Nun meine Frage an euch, was solls das und vor allem? Gehört dies auch etwa in diese Sparte? Soll mein Blog dabei zu einer Art Werbeplakat verkommen? Gruss Sacha
Ich finde, dass man das nicht so pauschal sagen kann. Es gibt durchaus auch sehr interessante Pressemitteilungen die etwa auf neue Programmversionen hinweisen und daher sehr informativ und hilfreich sind. Natürlich bekomme ich aber auch die eine oder andere Pressemitteilung, auf welche ich persönlich verzichten könnte. Aber ich schaue mir diese Mails an und kann dann sehr schnell entscheiden ob es für mich interessant sein könnte oder eben auch nicht.
@Sacha Das gehört dann eher in die Linktausch/SEO Sparte. In der Regel möchte man vor dir relevante Links aus Artikeln oder Sidebar haben, und bietet dir dafür auf den genannten 30 verschiedenen Seiten Backlinks von wenig relevanten Unterseiten. Sowas landet bei mir auch jede Woche und endet jedes mal wieder unbeantwortet im Papierkorb. Meine Empfehlung wäre da nicht drauf einzugehen. @Jeffrey Ich spreche hier auch von Pressemitteilungen die größtenteils interessant sind. Vieles wäre einen Blogartikel wert. Es geht weniger um den Informationsgehalt der Mitteilungen, sondern eher darum ob man immer wieder hergeht und alles für sein Publikum aufbereitet, ohne Gegenleistung durch die Agentur die sich für die Verbreitung der Meldung fürstlich bezahlen lässt oder den Gründer der langfristigen Mehrwert für sein Projekt erhält.
Ich glaub mein Blog is da einfach noch etwas zu Mini um solche Mails zu bekommen.
*kicher*… ja die kenne ich auch… sowie auch deren Antworten wie Du sie erwähnst. Trifft zwar nicht auf alle zu, aber immerhin auf die meisten. Umsonst wollen sie die Werbung alle haben, aber was dafür rausrücken leider die wenigsten. Zumindest die, die uns anschreiben. Matthias scheint da ja wesentlich “potentere” Ansprechpartner zu haben
Übrigens habe ich letzten einem geschrieben, der rumjammerte von wegen Startup, kein Geld usw.: “von nix kommt nix und umsonst… ist noch nicht mal der Tod, selbst der kostet das Leben” oder “Sie können genausowenig von Luft und Liebe leben, wie ich”
Hallo! Wo kommen wir da hin? Selbst Kohle scheffeln wollen, auf Werbebeiträge in Blogs angewiesen zu sein und nicht mal was dafür rüber rücken wollen. Sorry, das ist kein Business, das ist Verarschung!
Werbung in Blogs: Individuelle Artikel haben ihren Preis Die meisten Blogger sind mit ganzem Herzen involviert, wenn es um das eigene Projekt geht. Doch auch bei aller Begeisterung für’s Schreiben kann niemand nur von Luft und Liebe leben…
Ich werde auch von einer Flut von Pressedinger erschlagen, aber es sind viele tolle Sachen dabei (Kino Pressevorführungen z.B. aber die kann ich fast nie wahrnehmen, Promo Cds etc.). Es gibt einige Agenturen, die schon etwas anbieten und sehr fair sind. Ich würde so gerne über soviel bloggen, aber die Zeit und Kraft reicht nicht aus. Ich melde mich nur, wenn ich wirklich interessiert bin und wirklich was dazu schreiben werde. Was ich gemerkt habe, als ich vor einiger Zeit die Redaktion bei uns im Blog veröffentlicht habe, ist es explodiert. Eine Anfrage nach der anderen. Und es sind wirklich tolle Sachen dabei, aber ich bräuchte ungefähr 20 Blogger, um alles abzuarbeiten…
@Sumit Was nicht ist, kann ja noch werden
@Tanja Im Grunde kann ich wie immer nur unterstreichen was du sagst. Ich muss zugeben, ich hatte mich auf deine Meinung zum Thema schon fast ein bisschen gefreut weil du immer so schön klare Worte findest. Matthias scheint wirklich andere Ansprechpartner zu haben, aber ich denke er hat da auch viel Zeit investiert um sich die ein bisschen zu trainieren. @Millus Das kann ich nachvollziehen. Ich weiß noch sehr gut wie es bei einem befreundeten Radiomoderator aussieht, da schlagen ebenfalls viele solcher Dinge auf. Die Menge an Promo CDs die der arme Postbote immer ranschleppen musste hat mich dabei immer besonders fasziniert. Die Zeit die es in Anspruch nimmt alles zu bearbeiten ist der Knackpunkt. Auch ich könnte schon fast mit regelmäßigkeit meinen Arbeitstag damit ausfüllen und bestimmt auch noch den eines Co-Bloggers.
Ich bin auf beiden Seiten zu Hause! Ich lebe von der PR/Social Media Arbeit für Unternehmen und ich blogge aus purer Leidenschaft. Ich habe keinerlei Anzeigen auf meinem Blog. Ich kenne aber auch genug Blogger, die mittlerweile gutes Geld mit ihrem Blog verdienen. Aber keiner von denen tut das mit bezahlten Artikel, ganz abgesehen davon, dass ein solches Verfahren schlichtweg illegal wäre. Fakt ist: Als Blogger bist Du nun mal journalistisch tätig und musst Dich nicht wundern, wenn Du entsprechend in Presseverteilern landest. Wenn Du das nicht möchtest, dann antworte entsprechend und Du solltest von guten (!) Agenturen keine Meldung mehr erhalten. Geld zu verlangen – alleine nur darüber nachzudenken – stellt aber unsere komplette Medienethik auf den Kopf, die eine Trennung zwischen unabhängiger (!) Presse und bezahlten Anzeigen vorsieht. Stell Dir vor, die Tagesschau würde nur noch über diejenigen berichten, die dafür bezahlen…. Du musst entscheiden, welcher Content dafür sorgt, dass entweder Du Dich am besten fühlst oder Dein Traffic sich vermehrt (wenn Du denn Einnahmen erzielen willst). PR ist KEINE WERBUNG. Nicht nur hier entn ehme ich Kommentaren, dass das vielen Bloggern so gar nicht bewusst ist, was mich etwas erschreckt! Aber vielleicht steck ich auch schon viel zu lange drin?!? Einen entsprechenden Gastbeitrag zum Thema aus Sicht der PR Agentur biete ich Dir hiermit gerne an! Grüße, Sebastian
Hallo Sebastian. Ich hole jetzt zu später Stunde einfach nochmal etwas weiter aus. Die Blogosphäre ist groß. Dann gibt es wohl einen riesigen Haufen Blogger der nach deiner Ansicht illegal verfährt. Ich kenne eine ganze Menge Blogger bei denen bezahlte Reviews schon seit Jahren ganz einfach zum Programm dazu gehören. Natürlich, die Arbeit eines Bloggers, in diesem Falle auch meine Arbeit, zeigt durchaus gelegentlich Parallelen mit klassischer journalistischer Tätigkeit. Aber ich nehme mir nicht heraus mich als Journalist zu bezeichnen und ich vergleiche mich und mein Projekt Netzpanorama in keinster Weise mit den Blogs, die damals die Vorreiter in der Blogosphäre waren und größtenteils von Menschen geführt werden die eine journalistische Ausbildung genossen haben und bereits vor ihrer Zeit als Blogger als Journalist tätig waren. Ebenso wenig teile ich die in einigen Bloggerkreisen immer noch verbreitete Ansicht dass Werbung auf Blogs nichts zu suchen hat. Werbung und Blogs passen zusammen, soviel steht für mich fest. Und scheinbar auch für viele andere Menschen. Woher kommt sonst der Begriff Blogmarketing? Portale wie Trigami, Hallimash, Buzzer, eBuzzing, GoViral und Co. (es gibt noch unzählige mehr), die von Werbekunden und Bloggern gleichermaßen stark frequentiert werden liegen alle falsch? Du machst meiner Meinung nach den Fehler alle Blogs über einen Kamm zu scheren und sie mit klassischen Medien wie Tageszeitungen oder beispielsweise der Tagesschau zu vergleichen. Natürlich, wir würden komisch aus der Wäsche schauen wenn der Nachrichtensprecher auf einmal, während er die neuesten News verliest, ein Produkt in die Kamera halten würde. Aber hey, ich bin nicht die Tagesschau, ich bin auch nicht die unabhängige Presse. Die Blogosphäre ist ein Chamäleon was ihre Inhalte und auch die Motivationen der jeweiligen Blogger betrifft. Es sind bei weitem nicht alles kleine Journalisten. Unabhängig bin ich aber schon, denn ich entscheide ganz allein womit ich den Kreis meiner Leser unterhalten möchte und womit nicht. Die Wahl der Inhalte obliegt allein mir. Mit Netzpanorama bin ich nun, auch durch die Wahl vergangener Themen, in der Lage meine Leser in einem Atemzug zu unterhalten und zu informieren und gleichzeitig ein Produkt, eine Webseite oder Dienstleistung zu bewerben. In der Regel geschieht das vollkommen kostenlos. Einfach weil ich meine Abonnenten unterhalten möchte. Die Tatsache, dass meine E-Mailadresse ungefragt in diversen Presseverteilern landet und auch von Gründern genutzt wird um mich über startende Projekte zu informieren zeigt doch, dass es Begehrlichkeiten gibt ebenfalls hier präsentiert zu werden. Auch die vielen E-Mail Reaktionen auf diesen Artikel zeigen mir dass meine Argumentation verstanden wird. Nicht jeder der PR macht handelt nach irgendeinem journalistischen Ehrencodex. Viele Agenturen die mich anschreiben wissen um den Mehrwert den ein Blogartikel bietet, denn sie offerieren ihren Kunden neben Public Relations oft auch Social Media Marketing, Virales Marketing, Suchmaschinen-Optimierung, Performance Marketing, Social Branding und was weiß ich noch für Marketingformen. Ich verfolge hier keinen journalistischen Ehrencodex oder habe mir irgendeine Medienethik auf die Fahne geschrieben. Ich möchte meine Leser einfach nur mit Dingen unterhalten die ich interessant und nützlich finde und zu denen ich meine eigene Meinung abgeben kann. Das ist kein Widerspruch zu der Möglichkeit mich als informierenden Schreiberling zu buchen, denn ich würde auch nicht gegen Bezahlung über Dinge schreiben die mich nicht interessieren oder die ich meinen Lesern nicht präsentieren möchte. Die Sache mit dem Gastbeitrag lass ich mir mal durch den Kopf gehen
PS: Ich kann dir an dieser Stelle auch den weiter oben verlinkten Artikel von Trinity auf Tipblog.de empfehlen
Öhm, täusche ich mich, oder kann es bei den klassischen jounalistischen Medien nicht auch oft eine Verknüpfung mit Werbeschaltungen geben? Zumindest habe ich oft den Eindruck, dass gerne Jounalistische Beiträge mit Werbeschhaltungen in Zeitschriften gekoppelt werden oder eben entsprechende Shootings in tollen Locations für Redakteure veranstaltet werden. Zudem darf man nie vergessen: ein Jounalist wird in der Regel bezahlt und zwar vom Fernsehen, Zeitung etc. Ein Blogger hat keinen Arbeitgeber und muß nun schauen, wie er seine Kosten aufbringt und evtl. auch einen kleinen Gewinn einfährt. Mella
Hi Piet, ist mein zweiter Kommentar hier nie erschienen oder hattest Du – was mich sehr, sehr wundern würde – ein Problem damit und ihn entfernt? Hatte noch mal eine lange Ausführung dazu geschrieben… Verdammtes Internet
@mella: Zu klassischen Medien: Es gibt da zwei Aspekte: Das so genannte Advetorial, bei dem eine Anzeige wie ein Artikel aussieht, dieser aber durch den Vermerk “Anzeige” gekennzeichnet sein muss. Zum anderen ist es selbstverständlich so, dass (große) Anzeigenkunden eine gewisse Macht ausüben und somit indirekt die Medien unter Veröffentlichungszwang setzen. Den Zusammenhang wird jedes Medium von sich weisen und seine Unabhängigkeit betonen…. Zu bezahlten Journalisten: 1. schreiben diese auch nicht im Auftrag der Unternehmen, über deren Produkte sie schreiben sondern werden genau deswegen bezahlt, dass sie uns ehrliche Information liefern (eben auch Kritik, wenn diese angebracht ist) – das geld dazu muss genau wie bei bloggern über werbung oder abos (oder flattr) reingeholt werden 2. können die idR nicht selbst entscheiden, über was sie schreiben sondern sind auftragnehmer ihrer redaktion 3. können die nicht schreiben sondern müssen. nichts da mit ich hab heute keinen bock, was sich jeder blogger so oft rausnehmen darf wie er will.
Huhu Sebastian. In der Moderation ist kein anderer Kommentar von dir angekommen, entfernt habe ich auch nichts. Habe auch gerade nochmal alle Mail-Benachrichtigungen gecheckt. Kommentarlos gelöscht wird nur bei Spam oder Beleidigungen.
naja, macht nix
vielleicht kommt es ja 2011 mal uzu oben angebotenem gastbeitrag, dann hol ich das nach
in meinem beitrag war weder spma noch beledigung – nur die pure information
Hi, also ich erhalte auch häufig Pressemittelungen. Diese passen meistens auch irgendwie zu meinem Blog. Manchmal passen sie auch richtig gut. Und dann setze ich mich mit dem Absender in Verbindung und versuche dann zum Beispiel kleine Goodies zum Verlosen auszuhandeln. Aber auch mich ärgert diese Einstellung, dass die PR-Agenturen richtig Geld für die Verbreitung nehmen, selber aber nicht bereit sind dem kleinen Blogger etwas zu bezahlen. Von einigen großen Webseiten weiß ich, dass diese für das Veröffentlichen von Mittelungen vierstellige Beträge erhalten. Und die kennzeichnen diese Texte nicht als Pressemittelung, Werbung o.ä. Aber auch im Printbereich ist das der Fall. So müssen zum Beispiel Bands Geld dafür zahlen, damit sie auf CDs mit aufgenommen werden, die den Musikzeitrschriften beiliegen. Obwohl diese CDs ja eigentich dem Verkauf der Zeitschrift unterstützt, verdienen sie dadurch sogar noch Extrageld. Aber bei Bloggern ist das natürlich etwas anderes. Die sind dann ja nicht mehr unabhängig…
Ich kann sowohl @Marc als auch @Piet zustimmen. Wieso sollte ein guter Blog und damit auch der Blogger kein Geld verdienen, das wäre wie wenn man einem Zeitungsredakteur vorwirft, jedes Monatsende einen Scheck seines Verlags zu erhalten. Aber Content gegen Bezahlung, da habe ich ein ungutes Gefühl. Weil ich es als Leser selbst nicht leiden kann, wenn in den Printmedien – mal besser mal schlechter verschleiert – sich ein neutral wirkender Artikel als bezahlt herausstellt, und sei es dass passend zum wohlwollenden Titelthema eine ganzseitige Anzeige des entsprechenden Unternehmens erscheint. Aber Blogger investieren sehr viel Zeit, manchmal mehr als die Tageszeitungen mit ihren zahllosen eingekauften DPA-Meldungen. Von daher ist es völlig legitim sich diese Arbeit auch bezahlen zu lassen. Am besten jedoch von “unabhängiger” Drittwerbung (da kann der Leser selbst entscheiden ob er draufklicken möchte), und wenn überhaupt in Form eines Beitrags dann bitte DEUTLICH und auch für den Leser erkennbar gekennzeichnet, woran sich leider nur die wenigsten Blogger die sich dieser Form bedienen halten. Sonst stirbt die Glaubwürdigkeit der Blogosphäre an sich.
@Michael Jeder nach seinem eigenen Geschmack. Wenn Artikel, für die dem Blogger etwas bezahlt wurde, entsprechend gekennzeichnet sind, so finde ich das völlig legitim. Vielleicht kommst du auch einmal an den Punkt wo dein Postfach vor Anfragen übersprudelt und jeder deinen Blog als Werbeplatz und deine Zeit (die ein Blogartikel braucht) kostenlos haben möchte. Sterbende Glaubwürdigkeit, mag sein dass das in manchen Fällen zutrifft. Allerdings sind Blogs längst nicht mehr nur Tagebücher, sie sind tief mit Online-Marketing verwurzelt. Oft fällt es schwer da genau zu trennen was jetzt noch ein Blog ist und wo WordPress eher als CMS genutzt wird. Wer der Meinung ist, das Blogger durch gelegentlich bezahlte Artikel unglaubwürdig sind, der geht halt woanders lesen. Ich persönlich verzichte gerne auf Leser die mich für unglaubwürdig halten
Definitiv lasse ich mich aber nicht länger mit “kannste mal, machste mal” Anfragen zubomben und investiere viel Zeit in die Sichtung mitgeschickter Pressemitteilungen oder schreibe ausführliche Artikel um mich dann auf das Glücksspiel “Verdienst durch unabhängige” Drittwerbung zu verlassen. Naja, im Grunde kann ich mich nur wiederholen, da ich alles wichtige nun schon mehrfach gesagt habe *g*
Ich habe ein sogenanntes Presseverzeichnis und veröffentliche gerne diese Meldungen die aus verschiedenen Quellen stammen. Genau wie hier beschrieben kamen dann auf einmal Pressemeldungen über meine E-Mailadresse inkl. der dazugehörigen Grafiken. Das Problem was ich habe ist eine momentan recht langsame Verbindung und es kostete eine Menge Zeit die Mails zu Downloaden. Ich schrieb also die Verfasser an und schilderte mein Problem woraufhin man sich beim Portal anmeldete und die Meldungen jetzt als Autor direkt einstellt. in meinem Fall denke ich eine gute Lösung. Gruß Andreas
Ich habe bisher keine Pressemitteilungen erhalten. Das liegt sicherlich zum einen daran, dass mein Blog noch relativ neu und unbekannt ist, zum anderen liegt es natürlich auch daran, dass derzeit noch keine Emailadresse öffentlich hinterlegt ist. Jedoch würde ich jegliche mir zugeschickte Pressemitteilung als Anerkennung meiner Arbeit ansehen, da die Agenturen sich vermutlich den jeweiligen Blog vorher genau anschauen, um Ihren Content nicht auf einer zwielichtigen Spamseite wiederzufinden. Letztendlich werde ich jedoch auch weiterhin, egal ob mit Pressemeldungen (gegen gute Anregungen für neue Themen hat keiner was) oder Gegenleistungen (muss ja nicht immer Geld sein), über das schreiben, was mich interessiert. Denn wenn es nicht mehr um Inhalte und den Spass am Schreiben geht, sondern um Absatz, Auflage und Geldverdienen, kann man meiner Meinung nach nicht mehr von Bloggen reden, sondern dann befinden wir uns beim klassischen Journalismus als Beruf.
Aus der Sicht eines Startups sind so Artikel wie deiner echt hilfreich. Wenn man keine Agentur für diese Aufgaben beauftragt, ist es ja meist sogar hilfreicher wenn es eine extra Seite für diese Art von Meldung gibt, auf welcher der Blogger erklärt, wie das so abläuft. So kann sich ein Startup darauf einstellen,und der Blogger erhält unter Umständen weniger Müll im Postfach. Dass man bezahlte Artikel in Blogs ordentlich kennzeichnen sollte, steht für mich außer Frage. Mit der Glaubwürdigkeit ist das wieder eine andere Sache, Blogs die NUR Artikel posten für die Sie bezahlt wurden, finde ich irgendwann mit ziemlicher Sicherheit auch langweilig. Eine gute Alternative sind z.B. Premium-Accounts (bei Diensten wo sich dies anbietet). Da hat der Blogger einen richtigen Einblick in den Dienst und dadurch einen kleinen Bonus.
Wow ich bin überrascht welch umfangreiche Diskussion hier entstanden ist. Aus meiner Sicht wollte ich nur noch mal loswerden dass ich als Linkbuilder in einer seriösen Agentur (mit gutem Ruf) für größere Kunden arbeite und es für mich eine Selbstverständlichkeit ist Blogger für Artikel/Beiträge zu bezahlen (der Kunde stellt ja schließlich auch ein Budget zur Verfügung). Mir ist hierbei der Link und Anchortext am wichtigsten sodass der Blogger an sich (fast) alle Freiheiten beim schreiben hat. Dafür habe ich aus SEO-Sicht gewisse Ansprüche an den Blog und arbeite nicht mit jedem zusammen. Pressemitteilungen sind was für Presseportale, die sind in der Regel kostenlos. Man muss sich halt selber anmelden und dort posten, wobei bei einer gleichbleibenden Pressemeldung dadurch haufenweise Duplicated Content entsteht der letztendlich nicht viel bringt… Wer Lust hat gegen Bezahlung Blogposts zu verfassen kann mir gerne seine E-Mail hinterlassen. Ich gucke mir dann den Blog an und schaue ob er thematisch und bzgl. Google-Sichtbarkeit zu einem unserer Kunden passt. Kleiner Tipp am Rande: Aus SEO-Sicht ist es besser bezahlte Blogposts nicht zu kennzeichnen, da Google keine bezahlten Links mag und diese dann entwerten könnte. Ein Kompromiss ist es, den Hinweis als Grafik (png,jpeg) für den User einzubauen, die Suchmaschine wird dann im HTML keine Keywörter wie “Anzeige”, “gesponsort”, “Werbung” finden und alles ist gut
lg ChillBoy
Mein Blog als Plattform für Produktmarketing… Dieses Blog betreibe ich seit nunmehr fast drei Jahren. Während dieser Jahre hat sich das Blog stetig weiter entwickelt. Anfangs als reines Hobby gestartet, trägt es längst zu einem nicht unerheblichen Teil meines monatlichen finanziellen Einkommens be…