Etracker – Livetracking Webanalyse Tool
Mit dem Webanalysetool Etracker Web Analytics bietet die Etracker GmbH seit 2000 eine Alternative zu Google Analytics an.
Der folgende Artikel ist ein Gastartikel von Jannick, der seit Anfang Februar auf Politwirt.de über Online Marketing, Affiliate Marketing, Social Media und Blogging schreibt.
Mit dem Webanalysetool Etracker Web Analytics bietet die Etracker GmbH seit 2000 einen Konkurrenten zu Google Analytics an, der unter Anderem von Mario Fischer in seinem Buch Websiteboosting 2.0 empfohlen wurde. Herausstechendster Unterschied ist hierbei das Livetracking. Im Gegensatz zu Google Analytics, wo man bis zum nächsten Tag warten muss bis man die Daten des Vortages aufbereitet bekommt kann man hier also die Besucher schon während sie die eigene Seite besuchen verfolgen, zudem ist Etracker bei vollem Funktionsumfang kostenpflichtig, wenngleich es eine kostenlose Version gibt.
Pakete und Preisgestaltung
Etracker bietet die Varianten Lite (kostenlos, allerdings bis max. 10.000 Page Impressions), Basic, Advanced und Unlimited. Ein umfassender Vergleich der Funktionen der verschiedenen Angebote findet man hier. Die kostenlose Version mag zwar für viele attraktiv sein, die ohnehin nicht an die 10.000 Page Impressions herankommen, allerdings ist zu sagen, dass hier viele wichtige Funktionen nicht im Angebot sind, die Etracker eigentlich ausmachen. Dazu gehören vor Allem Wiederkehrende Besucher, die Klickpfadanalyse (auf die ich hier später noch eingehen werde) und auch das Livetracking. Im Gegensatz zu allen anderen Paketen, bei denen man die letzten 500 Besucher angezeigt bekommt sind es hier nur die letzten 10, eine wirkliche Analyse kann hier eigentlich nicht stattfinden.
Ansonsten sind die wichtigsten preislichen Daten im folgenden Screenshot zu erkennen:
![]()
Wichtig: Die Preise sind exkl. MwSt! Im Normalfall mit Gewerbeschein kein Problem, allerdings für Hobbywebseitenbetreiber (die dann natürlich auch keine Werbung auf ihren Seiten haben) bedeutet dies, dass man den teureren Preis zahlen muss.
21 Tage Etracker in vollem Funktionsumfang kostenlos testen
Wer erst testen will kann dies für 21 Tage tun. Auch eine Kündigung etc. ist nicht notwendig. Ich habe es selbst probiert und es funktioniert einwandfrei. Wenn man nach 21 Tagen Etracker nicht bestellt hat wird man ganz einfach auf die Liteversion umgestellt und hat nur nach das Kontingent, was man in der kostenlosen Version eben hat.
Websiteziele mit Etracker Advanced und Unlimited
In den Paketen Advanced und Unlimited (also ab 50€/Monat) ist man in der Lage eigene Websiteziele genau zu tracken. Das kann von der Newslettereintragung bis hin zum Verkauf von Produkten im eigenen Onlinshop gehen. Hierbei ist es möglich zu verfolgen wann der Besucher den Kaufvorgang abbricht und eine anschließende Konversionoptimierung ist leicht umsetzbar.
Kampagnentracking mit Etracker Advanced und Unlimited
Ein weiteres interessantes Feature von Etracker ist die Möglichkeit der Verfolgung der eigenen Marketingkanäle der Website, auch in Hinblick auf ROI und ähnliches. Besonders spannend sind hierbei für Merchants die Funktionen “Erkennung von Klickbetrug” und “Abwehr von Affiliate-Betrug”, Etracker weist hier auf verdächtige Aktivitäten hin und der Merchant kann eingreifen. Anzumerken ist hierbei allerdings, dass dies nur im Unlimited Paket möglich ist (also ab 149€/Monat), hier natürlich aber auch viel Geld eingespart werden kann.
Auch für den “gewöhnlichen” Affiliate ist dieses Feature in Verbindung mit den Websitezielen nicht zu unterschätzen. Er kann genau nachvollziehen über welchen Kanal er wie viel ausgab und wie viel einnahm.
Basic mit ca. 10€/Monat für “Durchschnittsuser” ausreichend
Für den Durchschnittsuser ist das Basics-Paket wohl die richtige Lösung. Das PI-Kontingent von 100k-1.5 Mio. wird wohl kaum einer überschreiten und die wichtigsten Funktionen sind vorhanden.
Manko ist allerdings, dass sowohl das Ziel-, das Websitetracking, Mobile Analytics, sowie die Synchronisation mit Google Adwords nicht möglich sind. Eine Anfrage bei Etracker bewirkt aber hier Wunder, diese sind meist bereit für einen Aufpreis weitere Funktionen freizugeben.
Livetracking und was es uns eigentlich bringt
Bei Etracker können wir live mitverfolgen wer auf unserer Seite ist:
Im Grunde nur ein nettes zusätzliches Feature, allerdings bedeutet zudem, dass auch sämtliche andere Daten immer auf dem aktuellen Stand sind. Dies kann bei der Optimierung der Website von entscheidendem Vorteil sein. Bei Google Analytics können wir etwas auf der Website verändern und müssen dann bis zum nächsten Tag warten bis wir sehen können, was jetzt eigentlich vor sich gegangen ist. Bei Etracker können wir beispielsweise Conversionoptimierung betreiben und dann dem Besucher dabei “zuschauen” wie er darauf reagiert. Das kann viel Zeit und Arbeit ersparen, da mehrere Durchläufe an einem Tag stattfinden können. Gerade für Affiliates und Onlineshopbetreiber ist das Livetracking also von großem Vorteil.
Klickpfade zur Conversionoptimierung nutzen
Ein wichtiges und interessantes Feature von Etracker sind die Klickpfade. Hier kann man für jede einzelne Unterseite sehen, von wo die Besucher kommen, wo sie hingehen und wie oft sie aussteigen. Graphisch sieht das dann so aus:
![]()
Dies können wir nutzen um:
- wichtige Einstiegskanäle zu identifizieren
- - Evtl. Fokussierung/Optimierung/Ausbau
- Nutzerinteresse zu erkennen
- - Wer Seite A ansurft, mag Seite B, als müssen wir ihm mehr dieser Art zeigen und er ist zufrieden
- - Was möchte der Besucher eigentlich wenn er mich besucht?
- Den Besucher “an der Hand zu nehmen”
Und genau auf diesen letzten Punkt möchte ich gerne genauer eingehen. Mithilfe der Klickpfade und der Click-Heatmap (ab Advanced) kann man sehr leicht erkennen welche Seiten im für den User sichtbaren und welche im unsichtbaren Bereich sind. Hier findet sich dann also viel Optimierungspotenzial um den User zum eigenen Ziel zu führen, was die Newsletteranmeldung, oder aber auch der Kauf eines Produktes sein kann. Auf die Conversionoptimierung mit Google Analytics/Etracker gehe ich in meinem Blog noch einmal genauer ein.
Fazit – Vor- und Nachteile von Etracker
Vorteile
- Livetracking, Liveanalyse
- Ziel- und Kampagnentracking
- Klickpfadanalyse
Nachteile
- SEM Synchronisation mit Adwords erst ab Advanced
- kostenpflichtig
- wichtige Funktionen erst ab Paket Advanced inklusive
Etracker ist das Richtige für Affiliates, die sich nicht nur ein Taschengeld damit verdienen wollen, und hohen Optimierungsaufwand betreiben, Merchants und Onlineshopbetreiber. Der übliche Blogger hat mit Google Analytics einen deutlich höheren Funktionsumfang und wird eigentlich nur von den Klickpfaden und dem Live-Tracking, was wie ich zugeben muss Suchtpotenzial hat, da es in meinen Augen nichts angenehmeres gibt als immer aktuell zu sehen was gerade im eigenen Blog passiert und man sich über jeden Besucher freuen kann, profitieren. Mit der Basicvariante kann man dabei noch preislich leben.
Die Lite-Version ist für kleine Websites eine interessante Alternative, da sie ebenfalls kostenlos ist. Ich nutze sie und bin damit sehr zufrieden.
Aber eins steht fest: Wer wirklich und anhaltend seine Website verbessern will, der kommt um Etracker nicht herum, allein aus Bequemlichkeit. Solche Dienste sollten niemals rein am Preis bemessen werden, sondern auch an der eingesparten Zeit und dem zusätzlichen Einnahmepotenzial. Und das ist bei Etracker enorm. Doch wer die Optimierungsmöglichkeiten nicht nutzt für den ist Etracker nur ein bisschen Show für wenig bis sehr viel Geld.
P.S.: Dass der Testbericht so positiv ausgefallen ist ergab sich so. Hier sind keine Affiliate Links und keine sonstigen Partnerschaften zu Etracker zu finden. Ehrenwort
Ähnliche Artikel auf Netzpanorama.de
- Google bringt neues Bildformat WebP & Kurz-URLs
- ZooMumba – Browsergame für Zoodirektoren
- Willkommen auf Netzpanorama
- Google, Google, Google und kein Ende in Sicht
- Google Besuchergruppen im Informationsmuseum
Geschrieben von: Piet und abgelegt unter: Internet
Tags: Alternative • Analytics • Etracker • Livetracking • Tool • Webanalyse •
Von Besuchern verwendete Suchbegriffe: facebook comics selber machen, 5 euro jobbörse




Hört sich soweit ganz in Ordnung an – aber als kleine Privatperson nehme ich dann doch Piwik. Piwik bietet auch sehr schöne Statistiken und da es ein Kollege von mir auf seinem Rootserver hostet, passt das.
Ich kann Noxed nur zu stimmen, hört sich wirklich gut an, aber mir reicht Google Analytics aus, obwohl ich Piwik mittlerweile nicht mehr nutze, weil es mir zu viel Speicher(platz) verbraucht hat
Hallo!
Ich habe auch von den Tool gehört! Und ein großer Vorteil soll noch sein, dass Suchmaschinen so nicht nachvollziehen können hinter welche Website der gleiche Betreiber steckt.
ob das wirklich geht oder ein Vorteil/Nachteil kann ich aber nicht sagen
lg
Mir kam eTracker in der Vergangenheit immer zu unübersichtlich vor, da Du allerdings so positiv berichtest, werd ich das Tool einfach nochmal testen. Kannst Du was dazu mit welchen anderen Tarcking-Tools Du bisher Erfahrungen gesammelt hast?
P.S.: Wie lautet das Plugin, dass Du hier nutzt um Besuchern die Möglichkeit zu geben den Artikel zu abonnieren ohne einen Kommentar abgeben zu müssen?
Da bieten meiner Meinung nach kostenlose Tools für mehr als die kostenlose Version von eTracker!
Ich arbeite mich gerade in Piwik ein und finde es erstaunlich was man damit alles machen kann. Und alle paar Wochen gibt es ein neues Update!
Ich finde da gibt es bessere kostenlose Tools, die mehr bieten als die Lite-Version von eTracker!
Ich “arbeite” mich grad in Piwik ein und bin erstaunt, wieviel Möglichkeiten es dort gibt (benutzdefinierte Variablen, Tracken von Outbound-Links, Ziele etc.). Und alle paar Wochen gibt es ein Update (es wird also kräftig weiterentwickelt)!
Scheint wirklich ne brauchbare Alternative zu Google Analytics und co. zu sein. Ich werde Etracker mal auf einer meiner Seiten austesten, bin gespannt ob an den Funktionsumfang von anderen Webanalyse Systemen herangekommen werden kann.
Schöner Beitrag, aber die Aussage dass Analytics nur die Daten vom Vortag auswertet ist falsch – mit einem Klick auf die Datumsanzeige kann man den aktuellen Tag auswählen
Schön, dass Du meine “kritische” Äußerung nicht veröffentlichst! Kannst du mir mal einen Grund nennen, warum Du meinen Kommentar nicht veröffentlichst??
@Stefan Welchen von mehreren die fast gleichzeitig abgegeben wurden? Sry, das sah für mich einfach nur nach Linkbuilding/Spam aus, daher Papierkorb. Jetzt sind aber alle deine Kommentare vorhanden. Gründe muss ich aber eigentlich nicht nennen, was mir nicht in den Kram passt wird hier nicht freigeschaltet, egal ob kritisch oder nicht..
Vielleicht meldet sich auch noch der Gastautor zu Wort um mal ein bisschen auf die Kommentare einzugehen.
Ich hab zweimal den Kommentar abgegeben, weil der erste irgendwie verschluckt wurde. Das ist doch kein Spam. Kannst meine Url ja entfernen, wenn dir das zu spammy ist.
Für mich stank das einfach nach Zensur, weil ich eTracker kritisiert habe…
Meinetwegen solls nach Zensur stinken wie es will, mein Blog, meine Regeln. Wenn du wüsstest was hier täglich zwecks Linkaufbau abgeladen wird. Mit den ganzen Einzeilern kann ich 3 Rollen Klopapier bedrucken. Da kanns leider auch mal vorkommen dass ich jemandem Unrecht tue und einen Kommentar falsch einschätze.
Ich denke du schaltest auf deinem Projekt auch nicht alles frei was da so abgeladen wird, oder? Aber halt, du erlaubst ja noch nicht einmal Kommentare, da muss man sich dann ja auch keine Gedanken um Zensur machen
Nach dem großen Wirbel um Google Analytics und Googles Ansichten zum Thema Datenschutz habe ich beschlossen von Analytics auf Piwik umzusteigen. Piwik ist für kleine Seiten eine Alternative zu Google Analytics und sicherlich auch zur Basic-Version von Etracker, die mir ehrlich gesagt mit knapp 100 Euro pro Jahr zu teuer ist. Piwik kommt zwar im Funktionumfang nicht an Analytics heran, aber wie die Basic-Version von Etracker zeigt es Klickpfade auf und bietet ein schönes Live-Tracking. Einzig die Anforderungen an den Server sind bei Piwik happig. Und in Sachen Performance hat es seit Version 1.2 zwar ordentlich zugelegt, lässt auf meinem VServer aber noch ein paar Wünsche offen. Etracker ist denke ich die Alternative für alle, die kein Analytics wollen und bei denen Piwik aufgrund der happigen Hardwareanforderungen (512 MB RAM) nicht machbar ist.
Ich bin auch immer noch sehr zufrieden mit “Piwik”, auch wenn man das bestimmt nicht mit einem professionellen Tool vergleichen kann!