Feedly – RSS Feeds bequem online lesen

RSS-Feeds als Online-Magazin oder übersichtliche Timeline darstellen

Vor 2 Tagen ist die überarbeitete Feedly Minitoolbar vorgestellt worden, eins meiner absoluten Lieblingstools im Netz. Nachdem die Toolbar über mehrere Wochen nicht verfügbar war, hätte ich die Rückkehr fast verpasst. Aber es ist es mir zum Glück doch noch aufgefallen und ich habe die Toolbar gleich heute installiert. Ich muss sagen, ich bin begeistert von den Veränderungen im Vergleich zur Vorgängerversion. Grund genug euch endlich mal Feedly vorzustellen. Das Tool dass mir den Alltag im Netz so ungeheuer erleichtert.

RSS Feeds bequem online lesen

Feedly - RSS Feeds bequem online lesenSollte ich Feedly grob umschreiben würde ichvermutlich die Worte “genialer Online Feedreader” verwenden, denn diesen Job macht Feedly richtig gut. Mittlerweile bevorzuge ich Feedly gegenüber allen browserbasierten Alternativen, und erst recht gegenüber Softwarelösungen für den Desktop. Es ist die Art wie man mit Feedly arbeiten kann. Blogs lassen sich blitzschnell abonnieren, kategorisieren und einfach ganz bequem online lesen. Dabei ermöglicht Feedly seinen Nutzern die Ansicht aller Feedabos in Form eines Magazins, oder in gewohnt übersichtlicher Form einer Timeline. Ich selbst verfolge meine Abos dort in Form einer Timeline, die neuesten Artikel stehen ganz oben und lassen sich mit einem Klick online lesen.

Zusätzlich habe ich mir schon vor längerer Zeit die Arbeit gemacht alle Abos in Kategorien zu unterteilen. So kann ich mit einem Klick schauen was beispielsweise auf den SEO Blogs, Marketing-Blogs oder in der englischsprachigen Blogosphäre passiert ist. Neue Abos kann ich bequem in diese Kategorien einpflegen. Natürlich ist auch Gesamtübersicht aller abonnierten Feeds jederzeit möglich. Auch sehr nett ist die Möglichkeit Artikel zu markieren um sie später in Ruhe zu lesen.

Feedly arbeitet mit dem Google Reader zusammen, gehört aber meines Wissens nach nicht zu Google. Feedly benutzt den Google um die Feeds anzuzeigen und zu synchronisieren. Wer Feedly nutzen möchte benötigt also auch einen Google Account, denn der Login bei Feedly läuft ebenfalls über Google, bzw. den Google Reader.

Für mich ist Feedly bislang der komfortabelste Feedreader den ich je hatte. Und ich habe diesbezüglich schon sehr viel ausprobiert.

Feedly ist mehr als ein schöner Feedreader

Die Feedly Mini Toolbar - einfach genial!Neben der Tatsache das es richtig Spaß macht mit Feedly seine Feedabos zu verwalten muss ich aber auch erwähnen dass Feedly sehr viel mehr als ein hübscher Feedreader ist. Feedly ist ein richtiges Tool für Networker. Da kommt jetzt die Feedly Mini Toolbar zu Sprache über die ich Eingangs schon berichtet habe. Für mich eins der wichtigsten Tools überhaupt. Denn die Toolbar vereinfacht meinen Internet-Alltag ungemein.

Dieser Screenshot der überarbeiteten Feedly Toolbar zeigt sehr schön was damit möglich ist. Übrigens ein Beispiel anhand von Seth Godin’s Blog. Ist die Toolbar aktiviert positioniert sich ein kleines Symbol rechts unten auf eurem Bildschirm. Mit einem Klick auf das Symbol wird die Toolbar entfaltet und ermöglicht den gerade aufgerufenen Blog per RSS Feed zu abonnieren und zeigt an wieviele Abonnenten dieser Blog schon hat. Zudem werden ähnliche Blogs empfohlen die man vielleicht auch gerne lesen würde. Tolle Features, auch wenn ich mal wieder misstrauisch bin was die Genauigkeit der Feedleserzahl angeht.

Das Dicke Ende kommt jedoch erst noch. Auf dem Screenshot seht ihr was ich meine. Mit einem Klick kann man Artikel teilen. Google Buzz, Twitter, Facebook, Evernote, LinkedIn, Delicious und Posterous werden unterstützt. Ich persönlich benutzt fast ausschließlich die Möglichkeit interessante Artikel mit einem Tweet weiterzuempfehlen. Ein Klick auf “Recommended” erzeugt meines Wissens nach eine Meldung bei Google Buzz. Viele tolle Features, ich habe sie selbst noch nicht alle ausprobiert.

Die Möglichkeiten der Toolbar sind übrigens auch im Feedly Feedreader integriert und man kann während oder nach dem Lesen bequem die Informationen mit den eigenen Followern teilen oder ein Lesezeichen spendieren. Feedly positioniert auch ein Symbol in der Browserzeile, damit man seinen Reader immer wieder schnell erreichen kann.

Infos zur überarbeiteten Feedly Toolbar sowie die Downloadlinks und viele Tutorials findet ihr hier auf dem Feedly Blog. Die Toolbar selbst ist derzeit für die Browser Firefox und Google Chrome verfügbar.

Buzz, Karma und mehr

Feedly bietet noch mehr Features, die ich selbst jedoch nur gelegentlich nutze und kaum erkundet habe. Dazu nochmal zurück zum Online-Feedreader. Unter Buzz könnt ihr Artikel anschauen die von euren Google Freunden gebuzzed wurden. Besonders interessant der Punkt Karma. Dort stellt Feedly ein kleine Analyse der eigenen Tweets bereit. Man kann sehen wie oft ein Tweet retweeted wurde, wie oft der Kurz-Link angeklickt wurde, wer retweeted und von wo die Klicks kamen. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken.Auf dem Cover wird die Twitter Timeline inkl. Mentions und Karma abgebildet.

Fazit zu Feedly

Mein Fazit zu Feedly kann ich eigentlich sehr kurz fassen: Unbedingt empfehlenswert! Feedly erleichtert die Arbeit im Netz ungemein. Man kann Informationen schnell erfassen und hat umfangreiche Möglichkeiten diese zu teilen.  Im Vergleich mit Softwarelösungen ist Feedly schneller, mein Feedreader3 hat mitunter Probleme wenn ich ihn 2-3 Tage nicht aktiviert habe und viele neue Feeds eintreffen. Bei Feedly machen sich solche Dinge kaum bemerkbar.

Man kann sich durch die verschiedenen Erscheinungsbilder entscheiden ob man neue Artikel effektiv sichten möchte oder sich mithilfe der Magazin-Ansicht zum stöbern entführen lässt. Verschieden Ansichten und Filter geben eine Menge Spielraum Feedly individuell zu nutzen. Zudem  schlägt einem Feedly immer Blogs vor die man mögen könnte. Ganz dezent in der Sidebar.

Ähnliche Artikel auf Netzpanorama.de

Kommentare (12)

  1. Bohn sagt:

    Cool, danke Piet für die Erklärung. Ich nutze noch FeedDemon, ist zwar auch ganz gut, aber nicht das was ich gesucht habe. Feedly hatte ich mal kurz drauf vor längerem. Aber da der Sync zu Beginn mit dem Google Reader nicht richtig wollte, bin ich bei Feed Demon geblieben. Werde ich aber nach deinem Artikel nochmal in Angriff nehmen ;-) Danke dir!

  2. Piet sagt:

    Nichts zu danken. Versuchs einfach noch mal, es lohnt sich wirklich. Ich weiß nicht obs allgemein mit dem Sync irgendwelche Probleme gibt. Ich kann aber auch nur für mich sprechen. Ich hatte noch nie Schwierigkeiten. Und ich war schon eine Weile mit dem Google Reader unterwegs als ich Feedly damals entdeckt habe. Viel Erfolg :)

  3. Horst Schulte sagt:

    Ich habe Feedly schon mehrfach ausprobiert. Sieht ja auch wirklich gut aus. Aber ich komme mit der Anordnung irgendwie nicht so gut klar. Deshalb bin ich am Ende immer wieder zur traditionellen Ansicht zurückgekehrt. Ich nutze den Google Reader.

  4. Christian sagt:

    Hallo Piet, nette Empfehlung. Habe Chrome untouched ;-) (Open Source Chromium) und hatte die Erweiterung RSS-Feed. Dabei hat mich aber immer gestört, dass ich nur zwei drei Worte der Überschrift sehe und deswegen sehr häufig bei Artikeln lande, die mich nicht interessieren. Der “Anreisser” über einen Absatz hinweg und die schnelle Feedly-interne Vorschau finde ich nach diesen ersten Minuten sehr gut. Mit der Übersicht muss ich mich erst noch ein bisschen beschäftigen, um das zu optimieren. Einzig störend empfinde ich, dass man Feedly wohl erst jedesmal durch Einloggen “aktivieren” muss, was bei Feedreadern ja nicht üblich ist. Falls von Interesse und weil es grob hierher passen könnte: Über einen Artikel in der Tageszeitung http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/total-digital/twitter-wie-eine-tageszeitung-lesen-1.293287 bin ich vor wenigen Tagen auf eine Seite aufmerksam geworden, in der man Twitter-Abos zusammen stellen kann. Habe mich noch nicht damit auseinander gesetzt. Fiel mir aber beim Kommentieren gerade so ein ;-)

  5. Piet sagt:

    @Horst Bei den ersten Gehversuchen ist Feedly durchaus gewöhnungsbedürftig, gerade dann wenn man von Google Reader und Co. kommt. Wenn man aber raus hat wo man die Ansicht steuert gehts richtig gut, ich würde auf die traditionelle Ansicht in Form einer Timeline nämlich auch nicht verzichten wollen und kann einem Magazin nicht viel abgewinnen. @Christian Übersicht wirst du hinkriegen, ganz bestimmt. In der Hauptansicht findest du oben neben dem Suchformular einen kleinen Stift, dort kannst du zwischen verschiedenen Darstellungsarten auswählen. An das einloggen gewöhnt man sich. Mit Morning Coffee (FF Addon) startet Feedly bei mir automatisch. Paper.li habe ich schon ein paar mal gesehen, einige Twitter Nutzer arbeiten da schon ganz erfolgreich mit. Mir persönlich gefällt es jedoch nicht so besonders

  6. Bohn sagt:

    @Piet, da geht es mir mit Paler.li ähnlich. Ist zwar ganz nett, aber ich bevorzuge es dann doch, die Sache in der eigenen Hand bzw. im eigenen Reader zu haben und zu gestalten, wie ich es möchte. Wobei mich mal interessieren würde on die Paper.li Geschichte Traffic bzw. Follower bringt!? Bei Gelegenheit mal die Nutzer befragen ;-)

  7. Piet sagt:

    @Bohn Ein paar Follower und paar Besucher evtl. Wirklich Traffic, glaub ich eher nicht. Müssten wir dann aber wohl erstmal selbst probieren um es genau zu wissen :)

  8. Bohn sagt:

    @Piet, glaube auch nicht das es wirklich Traffic bringt. Selbst testen? Hmmm….ich weiß nicht ob ich dazu Lust habe. Aber vielleicht wird ja mal ein Gemeinschaftstest draus!? ;-)

  9. Christian sagt:

    Hab Deine Empfehlung gerne ausprobiert. Leider muckt die Toolbar, weil der obere Teil mit dem +add Knopf nicht immer dargestellt wird. Oder mach ich da was falsch? Ausserdem lassen sich nicht alle Webseiten für mich einfügen. Das ist dann lästig. Aber die Idee dahinter ist schon gut. Hab paper.li seit 10 Tagen in der Erprobung. Find’s nicht schlecht. Die persönliche Anpassung könnte besser sein. Will schließlich nicht, daß von allen denen ich folge, Artikelempfehlungen angenommen werden.

  10. Piet sagt:

    @Christian Ich glaub nicht dass du was falsch machst. Allerdings kann ich dir auch beantworten was da schief läuft, ich hab noch keine Probleme gehabt mit dem Add Button neue Blogs in Feedly hinzuzufügen. Nur wenn man den Blog schon abonniert hat erscheint er nicht.

  11. muehsi sagt:

    Hallo, mal eine allgemeine Frage zum Thema Feeds: Kann ich irgendwo nachschauen, wie viele Leser mein RSS-Feed hat? Also gibt es da eine zuverlässige Quelle, oder empfehlt ihr auf eine andere Feedart (ich weiß nicht, wie es richtig heißt, bin da unerfahren) umzustellen. (gibt ja verschiedene Feedlinks, wie auch immer das funktioniert). Lg muehsi

  12. Piet sagt:

    Du kannst deinen Feed beispielsweise über http://feedburner.google.com “brennen”. Das ist eine Umleitung über die du Aufrufe und ungefähre Leserzahlen ermitteln kannst, ich ermittele meine Zahlen auch auf diese Weise. Eine andere Möglichkeit ist das FeedStats Plugin für WordPress. Garantiert gibt es auch noch andere Methoden von ähnlichen Diensten und Plugin. Eine Möglichkeit die Zahl der Feedleser wirklich exakt zu ermitteln gibt es aber meines Wissens nach nicht. Alle Methoden liefern nur Daten die ich als Richtwerte bezeichnen würde.

SuperClix.de - Das anfängerfreundliche Partnerprogramm