Kommentare zu festgelegten Blogartikeln immer moderieren
Das WordPress Plugin Moderate Selected Posts machts möglich
Vor ein paar Tagen fragte das Schweizer WordPress Magazin seine Twitter Follower welches WordPress Plugin sie noch vermissen. Mir fiel spontan wieder der Wunsch nach einem Plugin ein das dafür sorgt, dass Kommentare zu bestimmten Blogartikeln immer in die Moderationswarteschlange müssen um manuell freigegeben zu werden. Der Wunsch wurde durch den unerfreulichen Kommentar zu einem bezahlten Trigami Review aufgeworfen, ihr erinnert euch sicherlich. Von diesem Moment war ich mir sicher dass es manchmal besser ist wenn Kommentare, auch die von Stammkommentatoren, zu bestimmten Artikel immer erst durch meine optische Prüfung gehen.
Nachdem 2-3 Tage vergangen waren meldete sich das Schweizer WordPress Magazin wieder bei mir. Man hatte sich für meinen Pluginwunsch interessiert, recherchiert und tatsächlich ein bereits vorhandenes Plugin aufgespürt dass ich selbst trotz mehrmaliger Suche nicht entdeckt hatte. Mit diesem Artikel möchte ich euch das Plugin nun vorstellen und es auch gleichzeitig zum 2. mal testen.
WordPress Plugin Moderate Selected Posts
So der Name des Plugins. Ich bin immer noch ein wenig verwundert es selbst nicht entdeckt zu haben. Aber sowas lässt sich bei der Masse an WordPress Plugins wohl nicht mehr ausschließen. Es gibt so unglaublich viele Plugins, selbst bei gründlicher Recherche kann man übersehen dass es die gewünschte Lösung bereits gibt.
Das Plugin bietet exakt den Funktionsumfang den ich mir gewünscht habe. Man setzt im Artikeleditor ein kleines Häkchen bevor man einen Artikel veröffentlicht, und schon ist festgelegt dass alle Kommentare die zu diesem Artikel abgegeben werden in die Moderation wandern um dort manuell vom Administrator freigeschaltet zu werden. Über die Einstellungsseite des Plugins und über den Artikeleditor kann man das Häkchen natürlich auch noch rückwirkend für ältere Artikel setzen.
Das Moderate Selected Posts Plugin selbst liegt im offiziellen WordPress Plugin Verzeichnis und kann bequem über das Dashboard installiert werden. Nach der Installation wird das Plugin wie gewohnt aktiviert. Fortan findet ihr im Artikeleditor, unterhalb des Eingabebereiches, den Reiter “Moderation”. Dort wird das Häkchen gesetzt. Mein erster Testlauf mit WordPress 2.9.2 hat wunderbar funktioniert. Mit diesem Artikel folgt nun der abschließende Härtetest.

Vorteile des Plugins
Letzten Monat habe ich über das Thema “Stammleser aufbauen durch Diskussionsbeteiligung und geschickte Kommentarmoderation” geschrieben und versucht euch aufzuzeigen wie man sich und seinen Blog durch schlechte Kommunikation erfolgreich selbst behindert. Es geht um die Problematik dass viele Blogger jeden Kommentar von Hand moderieren und auch Stammkommentatoren jedes mal aufs neue in der Moderationswarteschlange landen. Das unterbricht meiner Meinung nach eine flüssige Diskussion und wirkt mit Blick auf den Aufbau einer festen Leserschaft durchaus sehr hinderlich. Die Diskussion ist immer daran geknüpft dass der jeweilige Blogger auch Zeit hat die Kommentare zu moderieren.
Die andere Möglichkeit, welche ich hier auch nutze, ist es Stammkommentatoren die freie Diskussion zu ermöglichen sobald diese einen genehmigten Kommentar geschrieben haben. Da sich die Grenze nicht auf 3 oder 4 genehmigte Kommentare hochsetzen lässt ist auch diese Option nicht für jeden Blogger optimal und es wird logischerweise darauf zurückgegriffen dass jeder Kommentar moderiert werden muss.
Das Moderate Selected Posts Plugin ist nun, zumindest für mich, eine gute Alternative. Es liegt mir fern hier jeden Kommentar moderieren zu wollen. Viele Leser die sich hier schreibend herumtreiben kenne ich auch durch ihre Blogs oder Schriftverkehr per E-Mail. Diese Leser möchte ich natürlich nicht vergrämen, also darf hier auch in Zukunft frei diskutiert und geschrieben werden.
Trotzdem schreibt wohl jeder Blogger mal irgendwann einen grenzwertigen Artikel für den es auch unschöne Worte geben kann. In meinem Fall sind es vermutlich bezahlte Reviews, auf anderen Blogs könnten es beispielsweise politische Beiträge sein oder Artikeln in denen man sich mal “Luft” macht, die unpassende Kommentare anziehen. Ich denke ich liege richtig wenn ich unterstelle dass ich nicht der einzige bin der sich bei manchen Artikeln eine Moderationspflicht wünscht ohne diese auf dem gesamten Blog einzuführen. Aus welchem Grund auch immer, das Moderate Selected Posts Plugin ist die passende Lösung.
Mit diesem Artikel möchte ich das Plugin nun vorstellen, live testen und mich auch noch einmal beim Schweizer WordPress Magazin bedanken. Ich bin gespannt wie euch das Moderate Selected Posts Plugin gefällt und freue mich auf eure Kommentare. Würdet ihr es auch einsetzen und dafür vielleicht sogar auf die blogweite Moderationspflicht verzichten wenn diese bei euch noch vorhanden ist?
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Geschrieben von: Piet und abgelegt unter: WordPress
Tags: Diskussion • einzelne Artikel • Kommentare • Moderate Selected Posts • Moderation • Plugin • WordPress •
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Eine durchaus interessante Sache. Es macht bei heiklen Themen sicher Sinn, da stimme ich dir zu.
Danke für diesen Plugin-Hinweis. Vor diesem Problem stand ich vor 2½ Jahren auch mal (auch wenn die Befürchtung dann doch unnötig war) und hab mir ein eigenes Mini-Plugin geschrieben, bei dem man die Post-IDs in den Quelltext schreiben muss – nicht allzu komfortabel, aber solang’s funktioniert und nicht oft benötigt wird…
Hi Piet,
ist sicherlich keine schlechte Sache. Wegen ein paar Nörgler installiere ich persönlich kein Plug-in. Die bekommen dann halt ihr Fett von mir im Kommentarbereich weg. Kritik ja, blödes Nörgeln oder bestimmen wollen was im Blog geschrieben bzw. veröffentlicht wird, nicht.
Ich kann es aber verstehen, das Du diese Option gewählt hast.
Ach ja, Daumen hoch für das Schweizer WordPress Magazin
Gruß,
Andreas
Hallo Piet
Es freut mich, dass das Plugin deinen Wünschen entspricht und du das Schweizer WordPress Magazin hier so lobend erwähnst
Mach weiter so mit deinem Blog!
Gruss
Pascal
@der WebArchitekt So sehe ich das auch. Im manchen Fällen ist es besser vorsorglich zu moderieren als hinterher den sprichwörtlichen “Salat” zu haben
Sollte aber die Ausnahme bleiben. Blogweit ist es einfach nur hinderlich.
@cimddwc Wenn man sich solche Lösungen selber basteln kann ist das wirklich super. Dazu reichts bei mir leider nicht, wird es in diesem Leben wohl auch nicht mehr *g*
@Andreas Ich arbeite lieber vorbeugend und setze ja auch nicht auf blogweite Dauermoderation. Da ist ganz praktisch so eine Funktion in der Hinterhand zu haben.
@Pascal Exakt das was ich gesucht habe, vielen Dank nochmal. Ein Lob ist da nur selbstverständlich. Ich möchte die Thematik der Wunsch-Plugins auch nachher noch einmal aufgreifen, denn sowas ist mir schon oft passiert. Ein Blogger sucht händeringend nach einem Plugin ohne es zu finden, ein anderer kennt es schon in- und auswendig.
Hey Piet,
ich bin eigentlich erst über Deinen Ärger über den doofen Kommentar zu einem Trigami-Review Dein Leser geworden, denn dadurch wurde ich erst auf den Blog aufmerksam.
Dass Du versuchst Geld zu Verdienen und nicht nur von der Tastatur und den netten Kommentaren leben kannst ist ja wohl klar. Du stellst so viele kostenlose und gute Dinge zur Verfügung, so dass man entweder Reviews zu Trigami akzeptieren sollte oder
nicht mehr Leser sein.
Ich brauche das Plugin nicht, da wenn Einer einen Schmarrn schreibt, entweder wird er im nachhinein gelöscht oder er bekommt sein Fett weg – evtl. auch von anderen Usern.
Naja hoffe ich wenigstens
@Mella Hallo und danke für deinen Kommentar. Das ich die “Geld mit dem Blog” Thematik hier nicht erneut durchkauen möchte dürfte verständlich sein, das wurde in den Kommentaren meines oben genannten Artikels eigentlich schon ausführlich getan. Gleichwohl werde ich das vorgestellte Plugin bei mir für exakt diese Artikel einsetzen. Denn ich möchte weder nachträglich löschen, auch wenn mir diese Art der Zensur zusteht, noch einen Leser der seinen Unmut kund tut anderen Kommentatoren zu Fraß vorwerfen. Mit dem Einsatz des Plugin kann ich, an den die Kritik ja im Normalfall gerichtet ist, diese annehmen ohne dass sich daraus eine Situation wie beim letzten mal entwickelt und letztendlich alle Beteiligten unzufrieden sind.
Hallo Piet,
ich habe jetzt unseren Blog, in Bezug auf die Kommentarfreischaltung, auch umgestellt. Da du damit ja anscheinend gute Erfahrungen gemacht hast, habe ich es jetzt auch so eingestellt, dass die Kommentare von Lesern, die schon eine freigeschaltete Meldung haben, auch automatisch freigegeben werden. Letzten Endes wird man ja trotzdem benachrichtigt und kann ein unpassendes Kommentar per Hand wieder entfernen. Das wird bei uns auch der kleinere Teil sein.
Danke für die allgemeinen Hinweise.
Gruß Torsten
Das ist ja mal einer super Tipp, welchen ich ebenfalls gerne umsetzen werde. Hoffentlich wird das Plugin auch für die kommenden WP 3.0 angepasst.
@Torsten Meiner Meinung nach ein sehr guter Schritt für euch. Meine Erfahrungen lassen sich als “rundum positiv” zusammenfassen. Es erhöht für die Kommentatoren einfach den Spaß am kommentieren.
@Martin Das gilt es abzuwarten wie es mit WP 3.0 ausschaut. Ein paar Plugins bleiben dabei bestimmt auf der Strecke, aber noch ist ja ein kleines bisschen Zeit bis es soweit ist.
Hallo Piet, danke für die Vorstellung des Plugins, werde das mal im Hinterkopf behalten.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende
Wirklich eine sehr interessante Plugin-Idee. Ich persönlich moderiere derzeit noch alle Kommentare, plane aber für mein Drupal-Blog eine ähnliche Lösung wie sie Crazy-Girl bei sich einsetzt, d.h. alle Kommentare werden moderiert und unerwünschte URLs gegebenenfalls gelöscht. Sobald ich dann eine bestimmte Anzahl von Kommentaren mit dem gleichen Namen, E-Mail und URL freigeschaltet habe, soll zukünftig ein noch zu schreibendes Drupal-Plugin diese Kombination automatisch freischalten. Als Erweiterung dieses Plugins könnte ich mir die hier vorgestellte Lösung sehr gut vorstellen.
@Michael Dir ebenfalls
@Jan Interessant was du da vor hast. Ich wäre mit der Lösung statt nur einem Kommentar beispielsweise 5 hinterlassen zu müssen um automatisch freigschaltet zu werden auch sehr zufrieden. Naja, bislang geht es auch so, und das hier genannte Plugin ist schon ein große Hilfe. Ich wünsche dir viel Erfolg beim basteln
@Jan: Ich moderiere nicht alle Kommentare, habe die gleiche Einstellung wie Piet
Interessantes Plugin, für das ich noch eine Erweiterungsidee hätte. Wäre toll wenn man z.B. Kommentare zu Artikel die älter als x sind generell in die Moderation wandern lassen könnte. Ich würde hier wahrscheinlich 3 oder 6 Monate einsetzen. Kommentare zu solchen Artikeln sind nach meiner Erfahrung nach zu 90% Spam bzw. Linkabstauber. Die restlichen 10% bleiben für die ehrlichen Kommentatoren, die wirklich am zeitloseren Content interessiert sind. Die könnten damit aber auch leben, denn eine Diskussion unter den Kommentatoren ergibt sich hier so gut wie nie.
Deine Idee mit hochsetzen der Kommentarzahl finde ich auch sehr gut. 5 bis 10 oder so wäre hier auch gut. Wobei ich mi der diesbezüglichen eMail Adresse Funktion von WordPress nicht glücklich bin. Es gibt mittlerweile viel zu viele Spammer, die dieses System durchschaut haben und ständig neue URLs zu ihren Kommentaren setzen, kaum sind sie einmal (meist ohne URL) mit einem Kommentar freigeschaltet.
@Tanja:
Uups stimmt, das war ja bei Dir die Geschichte mit dem nofollow, die von der Kommentaranzahl abhing.
Das Drupal-Modul werde ich wohl in den nächsten Tagen angehen. Eine WordPress-Umsetzung wird jedoch wohl dauern (außer jemand anders nimmt sich der Idee an), da ich mein erstes WordPress-Blog erst in ca. 3-4 Monaten angehen will.
@Tanja Die Erfahrung habe ich auch gemacht, und würde die genannten Prozentzahlen bestätigen. Auf jeden Fall eine Idee für eine Erweiterung. Allerdings landen die 90% bei mir sowieso fast immer in der Moderation, es ist sehr selten dass da jemand ansetzt der hier schon die Stammkommentatoren Freigabe hat.
@Jan Das wäre klasse wenn du sowas für WordPress umsetzen könntest. Wenn du es wirklich hinbekommst kannst du dich gerne melden und ich stelle das Plugin hier vor
@Piet: Ist nur ne Frage der Zeit, bis die Spammer alle rausbekommen haben, wie WordPress funktioniert. Ein Teil hat es ja schon raus und kommentiert immer einmal brav ohne URL und danach gehts rund
vorwiegend sobald mal wieder ein PR Update war und dann natürlich in Artikeln mit PR. Da kann man die Uhr danach stellen *lacht*.
Ich war auch schon auf der Suche nach so einem Plugin. Ich danke Dir für den tollen Artikel. Das Plugin nehm ich mir nun unter die Lupe.
Danke für diesen Artikel! Genau dieses Plugin haben wir gesucht.
Ich werde es an einen unserer Kritik-Blogs weiterleiten, die danach gefragt hatten.
Beste Grüße,
Ihr “Hotel Frankfurt Flughafen”-Team