Methoden um Themen und Ideen für Blogartikel zu finden
Immer wieder begegne ich klagenden Bloggern die nicht wissen worüber sie schreiben könnten. Besonders auf Twitter sind solche Kommentare immer wieder Stammgast in meiner Timeline, was mich zu diesem Artikel hier angeregt hat. Viele Blogger sind quasi Alleinunterhalter und stellen den berechtigten Anspruch ihren Lesern interessante Themen präsentieren zu wollen. Doch selbst der hellste Kopf hat meiner Meinung nach immer wieder Phasen in denen sich partout keine Idee zwischen den Ohren einfinden möchte.
Mir ging es früher auch nicht anders, ich habe mir manchmal wirklich stundenlang den Kopf zermartert um etwas zu finden über das ich schreiben kann. Dabei muss das gar nicht sein. Das Internet bietet Bloggern, die sich nicht speziell auf eine Nische fixiert haben oder nur persönliches schreiben, an jeder Ecke Themen an die nur darauf warten aufgegriffen zu werden.
Im Folgenden möchte ich euch paar Quellen und Methoden aufzeigen die euch helfen können euch mit Ideen für eure Blogartikel zu versorgen.
Der Feedreader
Der Feedreader ist im Grunde die erste Anlaufstelle für Ideen und wird auch von vielen Bloggern als solche genutzt. Wenn euch selbst nichts einfällt schaut euch auf den Blogs um die ihr abonniert habt. Häufig finden sich dort interessante Artikel die ihr für eigene Zwecke weiterverwenden könnt indem ihr auf das Thema verlinkt, darüber berichtet und eure eigene Sicht der Dinge dazu anführt. Einfache Plagiate anzufertigen solltet ihr jedoch vermeiden, das ist nicht der Sinn der Sache.
Ich habe festgestellt dass sich der Feedreader für mich besonders gut als Quelle für Ideen eignet und so schaue ich mittlerweile mindestens 1x im Monat über den Tellerrand hinaus und mache mich auf die Suche nach neuen, interessanten Blogs die ein Abo wert sind. Dabei fällt mein Blick auch immer häufiger über den großen Teich in Richtung amerikanischer Blogosphäre.
Vieles was dort täglich gebloggt wird ist auch für die deutschen Internetnutzer und Blogleser interessant. Zugeben, vieles eignet sich allerdings auch kein bisschen da bei den englischsprachigen Bloggern mitunter ganz andere Trends und eine ganz andere Mentalität herrscht. Trotzdem sollte jeder der hungrig nach Ideen ist mal einen Blick auf die unzähligen englischsprachigen Blogs riskieren.
Eine gute Anlaufstelle für die Safari in die amerikanische (und indische) Blogosphäre bietet das Portal blogcatalog.com in dem tausende Blogs gelistet sind.
Social-News Portale
Social-News Portale sind eine weitere Anlaufstelle für Blogger die unter Ideenlosigkeit leiden. Auf den Newsportalen findet sich in der Regel eine sehr gute Mischung aus Artikeln privater Blogger und den aktuellsten Themen der Online-Journalisten. Die Themen sind in der Regel nach Kategorien geordnet und bei den meisten Portalen gibt es zudem die Möglichkeit die aktuell beliebtesten Themen auf einen Schlag einzusehen. Spätestens dort sollte man eigentlich Ideen oder zumindest Ansätze für eigene Artikel entdecken können. Ich möchte euch an dieser Stelle natürlich auch noch ein paar Links zu Portalen mit auf den Weg geben bei denen ich regelmäßig stöbere. Bei all diesen Portalen ist Ideenfindung meiner Meinung nach garantiert.
Es gibt natürlich noch viele weitere Portale dieser Art, ich persönlich bin mit den genannten aber sehr gut bedient und schaue nur selten woanders vorbei.
Auch Twitter ist für mich ein ganz wichtiger Infokanal geworden der immer wieder für Ideen und die passende Motivation sorgt. Ihr könnt Twitter dabei extrem flexibel einsetzen, ich folge beispielsweise bewusst einigen Personen die es sich zur Aufgabe gemacht haben ihre Follower den ganzen Tag mit aktuellen News und spannenden Themen aus der Blogosphäre zu versorgen. Die optimale Mischung kann ich mir dabei selbst zusammenstellen.
Mein Fokus liegt in den Bereichen Internet, Web2.0, Marketing, WordPress und Webdesign. Aber auch mit anderen Interessen wie Gossip-Zeug, Sport oder Musik wird man bestens bedient. Twitter als optimalen Infokanal und Ideengeber einzurichten braucht allerdings ein bisschen Geduld und Zeit.
Wer ähnliche Interessen hat wie ich darf gerne bei mir stöbern um meine Ideenquellen auch für sich zu entdecken -> http://twitter.com/hasumifrabu
Weitere Methoden Querbeet
Ich selbst bin mit Feedreader, Social-News Portalen und Twitter bestens ausgelastet und um Ideenmangel brauche ich mir vermutlich nie wieder Sorgen zu machen. Allerdings möchte ich euch noch ein paar weitere Tipps geben die mir im Laufe der Zeit so begegnet sind, denn wie Anfangs erwähnt, das Internet wartet an jeder Ecke mit Ideengebern auf.
Keywordanalyse
Jeder Blogger der schon ein wenig länger dabei ist wird vermutlich auf irgendeine Art und Weise tracken was sich so auf dem Blog regt. Besonders beliebt ist dafür Google Analytics. Fast alle Dienste dieser Art ermöglichen es euch zu sehen mit welchen Suchanfragen ein Besucher den Weg zu euch gefunden hat. Fallen dabei bestimmte Suchworte besonders ins Auge bietet es sich an diese zu fokussieren und die Thematik mit neuen Artikeln weiter auszubauen.
Internetforen
In gut besuchten Diskussionsforen lassen sich ebenfalls häufig Ideen für neue Artikel finden. Egal ob man an Diskussionen teilnimmt oder sie nur als stiller Leser begleitet. Gelegentliche Geistesblitze für Blogartikel sind fast garantiert. Natürlich sollte es Foren sein die sich mit Themen befassen die euch interessieren.
Presseportale
Für mich nicht unbedingt eine Anlaufstelle erster Wahl, aber auch bei Presseportalen gibt es gelegentlich interessante News zu entdecken die man für einen eigenen Blogartikel verwenden kann. Eine Empfehlung kann ich hier nicht aussprechen, da ich meist nur zufällig auf solchen Portalen lande und sie nicht aktiv zur Ideenfindung aufsuche.
Regelmäßige Blogaktionen
Als letzter Tipp für die Ideenfindung von Blogartikeln bleiben sogenannte Blogaktionen. Wobei diese nicht unbedingt zur Ideenfindung dienen, sondern euch diese Arbeit oft sogar abnehmen indem das Thema, über welches geschrieben werden soll, vorgegeben wird.
Ein Musterbeispiel für solche Blogaktionen ist der Webmaster Friday der von Martin Mißfeldt ins Leben gerufen wurde. Jeden Freitag wird ein Thema benannt. Wer mag, kann darüber schreiben. Wer die jeweils genannten URL verlinkt, wird mit dem Artikel eine Woche lang auf der Homepage des Webmaster-Friday gelistet. Die Teilnahme ist kostenlos, freiwillig und erfordert keine Anmeldung.
Eine weitere Blogaktion die mir jetzt spontan einfällt ist das Projekt: Inspiration der Woche von Long Hoang. Jeder Teilnehmer postet an einem selbstbestimmten Wochentag etwas, was ihn ganz besonders inspiriert hat. Es ist egal, ob es sich um ein Video, ein Bild, ein Text oder gar eine Erfahrung handelt. Das einzig Wichtige ist, dass es etwas ist, das einem bewegt oder anregt.
In der Blogosphäre verstecken sich unter Garantie noch viele weitere solcher Blogaktionen, man muss sie nur aufstöbern.
So, ich hoffe ich konnte euch ein paar Anregungen bieten die dafür sorgen dass es bei euch immer etwas zu lesen gibt. Sollte das immer noch nicht reichen bleiben Stöckchen, Gewinnspielteilnahmen oder ein gar ein Artikel über die Grausamkeit des Ideenmangels. Ich empfehle euch übrigens Ideen immer schriftlich festzuhalten. Egal ob auf Papier oder digital.
Wie sehen eure Methoden aus um Ideen zu finden? Gibt es Übereinstimmungen oder geht ihr die Sache ganz anders an?



Wirklich interessante Quellen… habe auch öfters Ideenmangel und wenn dann noch Zeitmangel dazu kommt ist es meist schwer einen Artikel zu schreiben. Mit deinen Tipps werde ich nun sicherlich öfter Artikel schreiben können
. Der Webmaster-Friday klingt echt gut, werde mir das mal genauer anschauen.
Das sind ja mal ne Menge Inspirationsquellen. Mir reicht i.d.R. mein Google Reader aus. Seit kurzem habe ich diesen auch mit Buzz verbunden. In dem ich Artikel über den Reader empfehle erscheinen diese nun auch in Buzz, und hierüber habe ich bereits einige Leute gefunden, die ebenfalls interessantes weiterempfehlen, welchen ich natürlich folge. Also im Prinzip wie Twitter, nur nicht auf 140 Zeichen begrenzt. Da ich aber derzeit recht selten zum Bloggen komme, habe ich mehr Artikel-Ideen auf Lager, als ich abarbeiten kann.
Danke für die Erwähnung
Willst du nun mitmachen? Wenn auch nur jeden Monat ein Artikel kommt, ist auch in Ordnung. Schließlich steht endlich der gemeinsamen Feed (von mir aus könnte man das auch Social Feed mit allen #IDW Artikeln nennen). Gruß Long
@mace Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Ideenfindung. Der Webmaster Friday ist auf jeden Fall eine ganz interessante Geschichte. @Cookie Mir geht es ähnlich, ich habe auch genug Notizen, Entwürfe und Lesezeichen angesammelt um über Wochen versorgt zu sein, ich kriege das alles auch nicht so einfach abgearbeitet. Mit Buzz kann ich leider nichts anfangen, ich bleibe Twitter treu und lasse Buzz erstmal “aufwachsen”. @Long Hoang Nichts zu danken. Ich denke aber ich muss dich an dieser Stelle enttäuschen. Ich habe wirklich mehr als genug Material um mich hier dutzendfach schriftlich zu verausgaben und wie schon mal gesagt, ich will nichts zusagen das ich nicht halten kann.
Ich muss sagen ich bin da sehr einfach gestrickt. Ich schreibe aus Spass und aus purem Vergnügen. Getippt wird was mir gerade einfällt… Es kam noch nie vor das ich krampfhaft nach Themen suchen musste.
Mich überrennen die Themen meist ziemlich plötzlich. Und wenn nix gerannt kommt, gibt’s nix. Aber der Webmaster Friday hört sich gut an. Und heute bei Hombertho hat mir die Idee “ein Tag in Bildern” gefallen” Das werd ich auch mal machen.
Inspiration suchen ist sicherlich nicht verkehrt, aber eigentlich ist es vergleichbar mit Schule oder Beruf – entweder man ist zu einem gewissen Maße kreativ, oder man beschränkt sich darauf abzuschreiben bzw. sich im Windschatten anderer mitziehen zu lassen. Stöckchen, Gewinnspielteilnahmen (bei welchen 400 Anbietern es Visitenkarten wieder gratis gibt) sind doch eigentlich nur lästig, vor allen wenn Sie in Massen auftreten. Wenn ich ein bisher unbekanntes Blog finde und eines dieser Massenthemen unter den ersten Beiträgen sehe, ist mir eigentlich schon klar, dass das Blog mehr als langweilig und ideenlos ist. Einzig und allein der Webmaster Friday ist wirklich interessant – Kontroverse Meinungen zu einem Thema möglich. Leider halt sehr SEO angehaucht. Über Politik oder die Gesellschaft wäre es auch sehr spannend.
Ich führe zwar eine ständig übervolle Themenideen-Liste, bin aber trotzdem manchmal überfordert ein Thema dann auszuwählen was grad passt … die genannten Quellen setze ich ebenfalls ein und es funktioniert auf diese Weise eig. ganz gut … ansonsten verwende ich noch diverse Branchenzeitschriften und Newsletter als Quellen. Mein Geheimtipp ist aber immer noch der eigene Kopf, der meist die besten Ideen fabriziert *gg* In diesem Sinne, ein schönes Wochenende
@Arven Wer sich nicht selbst dem Anspruch unterwirft regelmäßig Artikel zu publizieren wird auch nur selten in Berührung mit Ideenlosigkeit kommen. Ein Vorteil von Hobbyblogs. @Miki Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber dieses “nix” ist für viele Blogger leider nicht zufriedenstellend. Ich mag mir sowas auch gelegentlich erlauben, aber ich bin dann auf jeden Fall ein bisschen unzufrieden. @Sven Ich möchte Ideensuche nur ungern direkt mit abschreiben assoziieren. Das Abschreiben wie man es aus der Schule kennt würde 1:1 Kopien von Themen bedeuten. Sowas ist zum Glück nur die Ausnahme. Es kommt trotzdem darauf an kreativ zu sein und ein Thema für die Leser neu zu verpacken, aufzuwerten und zu ergänzen. Und mal aus einer anderen Perspektive betrachtet finde ich es sogar sehr gut wenn ein Thema mehrfach an anderer Stelle aufgegriffen wird. Stichworte: Meinungsvielfalt und Verlinkung. Aber du hast Recht, eigene Kreativität ist auf jeden Fall gefragt, nur hinten ran hängen ist nicht so berauschend und neben den Massenthemen muss auf jeden Fall auch etwas eigenes her, zumindest gelegentlich. Ein Projekt wie den Webmaster Friday, der ja beabsichtigt einen ordentlichen Hauch von SEO und Co. hat, für andere Themen zu realisieren wäre eine schöne Idee. Jedes Genre hat seine Experten die so etwas meiner Meinung nach in die Hand nehmen müssten. Derartige Projekte könnten die Blogosphäre enorm bereichern
@Mario Schön zu hören dass wir fast identische Quellen nutzen. Zeitschriften und Newsletter lasse ich bislang bewusst aussen vor. Evtl. widme ich mich diesen Bereichen irgendwann auch mal. Die letzte Entscheidung für einen Artikel trifft immer der eigene Kopf, und der sollte auf jeden Fall gelegentlich eigene Ideen liefern
Dir auch ein schönes Wochenende.
Hi Piet, ein schöner Artikel und ich komme oft einfach beim Überfliegen der Überschriften auf Ideen, welche man vll. aus dem eigenen Blickwinkel betrachten könnte. Deinerseits erwähnten Social Media Dienste und Sites eignen sich auch hervorragend dafür. Des Weiteren da wir ja neben Facebook auch Twitter und andere Social Networks und nicht zuletzt Blogger-Gruppen haben, kann man sich auch dort Inspiration holen. Jeder Blogger benutzt ein OS oder einen Browser. Damit lassen sich bestimmt ein paar Artikel in Zusammenhang bringen. Aber auch Statistiken zum Verlauf bestimmter Entwicklungen kann man bebloggen. Zum Beispiel nimmt man die 10 besten Zugriffsquellen des eigenen Blogs und schon hat man einen neuen Blogbeitrag daraus. Wenn nichts hilft, einfach auf anderen Blogs lesen und surfen und oft wird man durch die Inhalte der Blogstartseiten auf neue Themen aufmerksam. Das könnte ggf. ebenso für neue Ideen sorgen.
@Alex Da haste Recht, bestimmte Entwicklungen zu bebloggen ist ne nette Idee. Über Betriebssysteme und Browser zu bloggen ist aber (für mich) schon wieder eine andere Geschichte. Bis auf Browser-Addons absolut nicht meine Materie. Aber man sieht ja an einigen Blogs die diese Nische bedienen dass es definitiv viele Leute interessiert.
Hallo Piet, ein sehr schöner Beitrag. Ich werde ein paar Tipps bestimmt beherzigen. Allerdings habe ich nicht den Anspruch an mich selber gestellt, regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen. Ich schreibe dann doch mehr “aus dem Bauch heraus” – meist wenn ich mal wieder an einem Problem gewerkelt und auch irgedwann gelöst habe
Ich denke dann immer, “man muss das Rad ja nicht ständig neu erfinden” und hoffe durch kleine Tipps anderen auch mal helfen zu können. Ich würde mir auch wünschen, dass mehr Leute eigene Problemlösungen veröffentlichen – und scheinen sie auch noch so belanglos zu sein. Mich jedenfalls ärgert es immer wieder, wenn in Foren nur geschrieben wird “danke ich habe das Problem selber gelöst”, man es aber nicht für nötig hält, dieses ein wenig zu erläutern. Auch ein Problem ist für viele, dass sämtliche Hilfeseiten nur in englisch zu finden sind. Bei Fachbegriffen stehen dann viele auf verlorenem Posten.