Zeit für Spenden – Vielen Dank liebe Entwickler

Eine kleine Spende sagt mehr als 1.000 Worte!

Vor ein paar Tagen hat Eisy auf seinem Blog einen Artikel mit dem Titel “Zeit für Spenden an Entwickler” verfasst und darüber berichtet für was er spendet und zugleich dazu aufgerufen die Gunst der Stunde zu nutzen und zu schauen welchen Entwicklern man mit einer Spende danken kann. Ich möchte mit meinem Artikel nochmal ins selbe Horn stoßen, denn der Zeitpunkt ist aktuell sehr günstig.

WordPress 3.0 findet gerade seinen Weg auf unsere Blogs, mit diesem großen Update steht auch bei vielen Plugin-Entwicklern neue Arbeit an. Seit die ersten Release Kandidaten veröffentlich wurden arbeiten viele Entwickler an ihren Plugins damit diese auch mit WordPress 3.0 reibungslos funktionieren.

Undankbarkeit, Dankbarkeit und Motivation

Nun ist mir aufgefallen dass auf vielen Entwickler-Blogs von Seiten der weltweiten Bloggerschaft richtig derbe gemotzt wird. Einige Plugins arbeiten nicht einwandfrei unter WordPress 3.0, sei es weil der Entwickler noch keine Zeit hatte die notwendigen Änderungen zu machen oder weil die Weiterentwicklung des Plugins schon vor Monaten eingestellt wurde. Ich kann die Blogger durchaus verstehen, wir alle lieben unsere Plugins die uns so viele neue Funktionen bringen und unsere Blogs bereichern.

Aber, man muss auch bedenken dass die allermeisten Plugins kostenlos zur Verfügung stehen und die Entwickler ihre Plugins häufig aus Spaß oder für das Gemeinwohl der Blogosphäre weiterentwickeln. Den Entwicklern nun die Pistole auf die Brust zu setzen und in den Entwicklerblogs schriftliche Entgleisungen zu hinterlassen weil das gewünschte Plugin noch nicht funktioniert ist der komplett falsche Weg. Ich habe in den letzten 24 Monaten auf einigen Entwicklerblogs davon gelesen dass ein Plugin eingestellt wird, denn häufig sind die Programmierer durch Undankbarkeit und nicht enden wollende Supportanfragen einfach gefrustet. Auch das kann ich absolut nachvollziehen.

Das WordPress Update ist eine gute Gelegenheit sich zu bedanken

Diese Phase, in der an allen Ecken und Enden an Plugins gebastelt wird, ist die optimale Zeit um ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und Dankbarkeit zu zeigen. Ein “Ich würde mich freuen wenn das Plugin weiterentwickelt wird“, verbunden mit einer kleinen Spende wirkt logischerweise ganz anders als ein “Wirds bald mal was mit Update du fauler Sack?“.

Also ein optimaler Zeitpunkt um uns für unsere Spielzeuge in Codeform zu bedanken. Jeder Blogger wird selbst am besten wissen welche Plugins er nutzt und welcher Entwickler eine Motivationsspritze für erledigte und anstehende Arbeit am ehesten verdient hat. Ich selbst habe am vergangenen Wochenende bereits ein kleine Runde gedreht und konnte sogar 2x einen Flattr-Button nutzen. In dieser Woche möchte ich nochmals ein paar Euro an die Hand nehmen und ein paar Plugin Entwickler mit 2-3 Euro bedenken.

Natürlich gilt, jeder nur so wie er kann. Ich bewundere es dass Eisy kurzerhand 50 Euro verteilt, dieser Sprung wäre für mich etwas zu groß, aber 15-20 Euro kann ich guten Gewissens vergeben. Und ganz ehrlich, einen Euro hat doch jeder übrig, oder?

Vielen Dank liebe Entwickler!

Ein Problem dass Eisy angesprochen hat ist die Tatsache dass es auf vielen Entwicklerblogs leider keine Möglichkeit gibt eine Spende zu hinterlassen, auch in den jeweiligen Plugin-Menüs ist nichts derartiges vorhanden. Also liebe Entwickler, traut euch einen Spendenbutton einzubauen, egal ob PayPal oder Flattr. Wenn es in meinen Augen jemand verdient hat, dann ihr. Vielen Dank an alle die in den letzten Wochen soviel Zeit geopfert haben damit unsere Spielwiesen alle Zusatzfeatures weiterhin nutzen können.

Und um nochmals Eisy zu zitieren: So eine Spende dauert nur wenige Minuten und sagt mehr als 1.000 Worte! Zeigt ein Herz für die Entwickler, auf gehts!

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Kommentare (5)

  1. der WebArchitekt sagt:

    Eigentlich ist es eine Frechheit an einer kostenlosen Software auch noch Ansprüche zu stellen. Das, was man sich als Publisher anhören muss, ist manchmal unter aller Kanone. Ich beziehe das absichtlich nicht auf die Entwickler. Ich habe es zwar auch erst zu einem unnützen Plugin gebracht, aber repariere ja ständig irgendwelche Blogs. Du kennst ein ähnliches Phänomen. Weißt Du noch? Dein Trigami-Post? Vom Prinzip ist es ähnlich, jemand investiert Stunden seiner Zeit in irgendwas, teilt es und die Pfosten haben nichts zu tun als drauf zu kloppen. So ist das halt – und im Meckern sind wir Deutsche nun mal Weltmeister ;-) Ich denke aber auch es tut gut daran, wenn hin und wieder solche Postings auftauchen. Einfach auch ein Bewusstsein für die andere Seite des Plugins / Blog .. whatever zu sehen / finden.

  2. Piet sagt:

    @der WebArchitekt Ich denke da hast du Recht, es ist ein ähnliches Phänomen. Irgendwie lässt sich das alles unter dem Häubchen der “Gratis-Mentalität” zusammenfassen, der Blick auf das was hinter dem kostenlosen Produkt steckt fehlt sehr häufig. Ich habe früher sehr oft als Grafiker eng mit einem Programmierer zusammengearbeitet, und oft miterlebt was der sich anhören musste als Frustabladestelle. Daher habe ich häufig (nicht immer) einen Blick auf die Arbeit hinter den Kulissen. Wer die Arbeit nicht einschätzen kann meckert natürlich viel schneller.

  3. realloc sagt:

    Sehr nette Aktion von Dir, Piet! Ich selbst habe den Spendenlink auf WordPress.org mit Greenpeace verlinkt. Das wäre ja auch schon was. ;) Ich glaube einige Entwickler wissen nicht so genau, wie sie mit Spenden umgehen sollen. Ich beispielsweise auch nicht. Da erspart man sich lieber schon im Voraus den möglichen Ärger mit dem FA. Eine Alternative stellen vielleicht die Wunschzettel …

  4. Jasmina sagt:

    Hi Piet! Gute Idee, das nochmal anzustoßen. Ich habe mit Entwicklung nun wirklich nichts am Hut, finde aber, dass es natürlich gerechtfertigt ist, nochmals auf Spenden für Entwickler frei verfügbarer Software aufmerksam zu machen! Meinetwegen sollte die Publisher gerne deutlicher im Plugin-Menü oder auf den Plugin-Seiten um Spenden bitten – und gerne auch darauf hinweisen, dass 1, 2, 3 € es ebenso tun. Ich könnte auch nicht mehr spenden, würde mich für das ein odere andere Plugin jedoch auch gerne “bedanken”. Immerhin nehmen wir mit unseren Blogs, die die Plugins ja ohne weiteres und zu genüge nutzen, auch etwas Geld ein – warum also nicht auch mal etwas davon abgeben ? LG Jasmina

  5. Piet sagt:

    @realloc Das kann ich nachvollziehen. Ich selbst habe mich zwar noch auch nicht mit Spenden befasst, aber im Grunde sollte es keine Probleme mit dem FA geben. Im Zweifelsfalle einfach Mund auf machen und nachfragen, die beißen nicht. Ich glaube generell sowieso nicht dass durch solche Spenden bei den Entwicklern innerhalb eines Jahres Summen zusammenkommen die für das FA von Interesse wären. Ich stelle nachher übrigens eine weitere Alternative zu Spenden und Wunschzettel vor die für Entwickler interessant sein könnte. Bezahlen ohne Geld :) @Jasmina Das ist die richtige Sichtweise finde ich. Kein Blogger muss sich finanziell weiter aus dem Fenster lehnen als es ihm möglich ist, aber 1-3 Euro hat jeder mal übrig für den Entwickler seines Lieblings-Plugins.

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